Am Samstag im Rohstofflager: Grenzbereich: Maetrik floppte, Paul Ritch rockte
Aktualisiert

Am Samstag im RohstofflagerGrenzbereich: Maetrik floppte, Paul Ritch rockte

Im Sommer wird das Rohstofflager voraussichtlich seine Pforten schliessen. Doch vorher kamen am Samstagabend noch einmal die Freunde elektronischer Musik auf ihre Kosten.

von
Marjan Lakic

Paul Ritch und Maetrik, zwei hochkarätige Vertreter des Minimal- beziehungsweise Techno-Genres, luden am Samstag zur Grenzbereich-Party ins Rohstofflager. Der im spanischen Valencia wohnhafte US-Amerikaner Maetrik hatte die undankbare Aufgabe, als Einheizer zu fungieren, schaffte es jedoch trotz seines schnörkellosen Minimal-Technos nicht, das Publikum konstant bei Laune zu halten. Einzelne Tanzherde seien hier zwar erwähnt, doch der Funke schien nicht aufs gesamte Publikum überspringen zu wollen.

Kräfte sparen für Paul Ritch war angesagt: Der junge Plattendreher aus dem Technomekka Paris enttäuschte dann auch nicht und lieferte pumpenden Mini-Tech erster Güte, den alle Anwesenden verstanden. Ritch, der sich mit Veröffentlichungen auf dem renommierten Label Get Physical, bei dem auch Schwergewichte wie M.A.N.D.Y. oder Noze ihre Brötchen verdienen, einen ausgezeichneten Ruf erspielt hat, brachte das Publikum trotz seines äusserst entspannten Auftretens zum Ausrasten. Endlich zeigte sich das wahre Gesicht der Zürcher Nightlife-Gesellschaft: Es wurde ekstatisch getanzt, so dass man schnell vergessen konnte, dass nicht so viele Leute wie sonst die Tanzfläche des Röstis unsicher machten.

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