Würenlos AG: Grenzwachächter rettet sich vor Blaufahrer
Aktualisiert

Würenlos AGGrenzwachächter rettet sich vor Blaufahrer

Mit einem Sprung hat sich ein Grenzwächter in Würenlos AG am frühen Morgen gerade noch vor einem vorbeirasenden Auto in Sicherheit bringen können. Nach einer Verfolgungsjagd wurde der betrunkene 20-jährige Fahrer gestoppt.

Um etwa 2:30 Uhr am Donnerstag näherte sich ein Auto einer Kontrollstelle der Schweizer Grenzwache Region VII Aargau/Zürich, wie diese am Freitag mitteilte. Zuerst bremste der Fahrer ab, drückte dann aber auf einmal voll aufs Gas.

Ein Grenzwächter, der bereits für die Kontrolle bereitstand, konnte gerade noch zur Seite springen. Dabei schlug seine schwere Stablampe gegen die Frontscheibe des Autos und beschädigte diese. Dessen ungeachtet preschte der Automobilist davon. Die Grenzwächter machten sich an seine Verfolgung.

Erst mit Hilfe einer zweiten Grenzwachtpatrouille gelang es laut Mitteilung den Flüchtenden zu stoppen. Beim jungen Italiener aus dem Kanton Aargau wurde eine Blutprobe angeordnet. Den genauen Blut- Alkohol-Gehalt mochte Grenzwache-Sprecher Hans Arzethauser auf Anfrage nicht nennen. Es sei jedenfalls «massiv über ein Promille» gewesen.

Gefährlicher Job

Wie die Grenzwache weiter schreibt, kommt es immer wieder zu solchen Zwischenfällen. Im vergangenen Jahr seien mehr als vierzigmal Grenzwächter von «durchbrennenden Fahrzeugen» stark gefährdet worden. Besonders betroffen waren die Regionen um Genf und Basel. Laut Arzethauser hat es bei solchen Zwischenfällen auch schon verletzte oder gar tote Grenzwächter gegeben.

Dabei sei es nicht so, dass die Kontrollstellen nicht erkennbar seien. Im Zusammenhang mit dem Schengen-Abkommen werden die Kontrollen nicht mehr an den Grenzübergängen vorgenommen, sondern mobil im Hinterland. Die Stellen seien jeweils unübersehbar signalisiert und beleuchtet, sagte Arzethauser. (sda)

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