Aktualisiert 04.11.2005 20:15

Grenzzaun soll die USA und Mexiko trennen

Der Schmelztiegel der Kulturen ist den Republikanern offenbar zu heiss: Abgeordnete wollen an der Grenze der USA zu Mexiko eine 3200 Kilometer lange Mauer bauen lassen. Diese soll illegale Einwanderer abhalten.

Spätestens seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sei klar, dass illegale Einwanderung eine landesweite Angelegenheit sei, «die jeden einzelnen Amerikaner betrifft», sagte der Abgeordnete Duncan Hunter aus Kalifornien am Freitag im Fernsehsender CNN.

Es sei wichtig zu wissen, wer über die Grenze komme und wer den Menschen dabei helfe. Deshalb schlage er vor, «einen Grenzsicherheitszaun vom Pazifischen Ozean bis zum Golf von Mexiko zu bauen». Einen entsprechenden Gesetzesentwurf unterstützte neben Hunter auch sein Kollegen Virgil Goode aus dem Bundesstaat Virginia.

Besonders schwierig oder teuer dürfe so eine Grenzanlage nicht sein, sagte der kalifornische Abgeordnete im Fernsehen: «Das ist eine einfache Konstruktion.»

US-Staatsbürgerschaft

Kritiker eines solchen Sperrzauns sagten der konservativen «Washington Times» dagegen, bei der Hälfte der rund 400 000 Einwanderer, die jedes Jahr in die USA kämen, würde auch eine Mauer nicht helfen - weil sie mit einem rechtmässigen Visum einreisten und dann einfach in den USA blieben, wenn es abgelaufen sei.

Wie die Zeitung berichtete, wollen republikanische Abgeordnete in den USA auch das so genannte Ius Soli abschaffen - den Rechtsgrundsatz, wonach Kinder automatisch die Staatsbürgerschaft des Landes bekommen, in dem sie geboren werden.

Die US-Staatsbürgerschaft solle nicht an Menschen vergeben werden, «die Kinder von Leuten sind, die unrechtmässig in dieses Land gekommen sind», sagte der Abgeordnete Tom Tancredo aus dem Bundesstaat Colorado.

(sda)

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