«Grey's Anatomy»-Star schlägt zurück
Aktualisiert

«Grey's Anatomy»-Star schlägt zurück

Isaiah Washington alias Dr. Preston Burke kämpft um seinen guten Ruf. Der geschasste «Grey's Anatomy»-Darsteller wehrt sich gegen seinen Rauswurf und den Vorwurf der Homophobie. In Wahrheit soll Theodore «Dr. O'Malley» Knight Schuld an dem Debakel sein.

Rückblick – 7. Juni: Isaiah Washington erhält einen Anruf von «Grey's Anatomy»-Erfinderin und Produzentin Shonda Rhimes. In Tränen aufgelöst erklärt sie Washington, er sei bei der neuen Staffel nicht dabei (20minuten.ch berichtete). Gefeuert einen Monat vor Drehbeginn: Jetzt schlägt Dr. Burke zurück. «Sie haben den falschen Typen gefeuert», sagt er und will die ganze Wahrheit auf den Tisch legen.

In seiner Heimatstadt Houston berichtet Washington dem «Chronicle», was hinter den Kulissen geschah. Angefangen hat alles mit einem Streit mit Serienkollege Patrick Dempsey im Oktober. Er spielt Dr. Derek Shepherd. In der Hitze eines Wortgefechts liess sich Washington zu einer schwulenfeindlichen Bemerkung hinreissen. «Dafür habe ich mich entschuldigt», so der 43-Jährige, «Wir haben uns die Hand geschüttelt und sind wieder an die Arbeit gegangen.»

Der Vorfall war Washington äusserst unangenehm. Er entschuldigte sich auch bei amerikanischen Schwulen- und Lesbenorganisationen und spendete reuig Geld für Kinder in Sierra Leone.

Die Gunst der Stunde nutzte aber ein ganz anderer: Theodore Raymond Knight outete sich in einer US-Talkshow im Januar und behauptete, er sei mit den homophoben Sprüchen gemeint gewesen. «Eine Lüge», sagt Washington jetzt, «ich habe das Wort während einer Meinungsverschiedenheit mit Patrick gesagt.» Über Knights Motive spekuliert er, es ginge Dr. O'Malley um eine Gehaltserhöhung und mehr Gewicht als Seriendoktor.

Jetzt erwägt der Geschasste sogar eine Klage. «Mein Leben, meine Ehre und meine Würde sind angegriffen worden.» Und sein Geldbeutel: Die neue Staffel hätte 3,33 Millionen Franken in seine Kasse gespült. «Ich habe alles gemacht, was sie gesagt haben. Das ist nicht fair. Ich bin nicht sauer, ich bin enttäuscht.» Im Nachhinein habe er drei Fehler begangen: «zu glauben, die Filmcrew sei eine Familie, zu glauben, ich könne offen reden und Probleme würden intern gelöst und «ABC» zu vertrauen, dass sie sich um mich kümmern.» Der US-Sender nahm dazu nicht Stellung.

Auf der Strasse wird der Texaner nicht enden. Er dreht zur Zeit in Houston den Film «The Least of These».

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