Aktualisiert 06.04.2015 13:33

Treffen mit Lagarde

Griechen sichern IWF Kreditrückzahlung zu

Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis hat dem IWF persönlich die Rückzahlung einer fälligen Kreditrate zugesagt. 460 Millionen Euro will er nächste Woche begleichen.

Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis .

Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis .

IWF-Chefin Christine Lagarde traf sich heute Sonntag mit dem griechischen Finanzminister Giannis Varoufakis in Washington. Sie begrüsse dessen Bestätigung, dass Athen am Donnerstag die 460 Millionen Euro begleichen werde, sagte sie vor den Medien. Die Unsicherheit der vergangenen Wochen sei «nicht im Interesse Griechenlands».

Regierungschef Alexis Tsipras hatte vor drei Wochen in einem Brief an die deutsche Kanzlerin Angela Merkel geschrieben, seinem Land gehe bald das Geld aus. Als aus seinem Kabinett die Drohung kam, als erstes könne der am 9. April fällige IWF-Kredit nicht beglichen werden, hatte das die Sorge vor der Pleite Athens und damit einhergehenden unkalkulierbaren Folgen für die Griechen und die Eurozone beflügelt.

Seine Regierung habe «die Absicht, alle ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen», sagte Varoufakis nun nach dem Treffen mit Lagarde. Die IWF-Chefin ergänzte in ihrer Erklärung, ihr Gast aus Athen habe auch zugesagt, sich dafür einzusetzen, dass die stockenden Gespräche mit den Vertretern der Gläubiger-Troika aus IWF, Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission «verbessert» würden.

Athen geht das Geld aus

Weil Griechenland die Forderung der Euroländer nach konkreten und belastbaren Reformen und Sparmassnahmen bislang nicht erfüllt hat, halten diese weitere Notkredite zurück. Auch wenn das Geld noch für die IWF-Rate reiche, gebe es «ein Liquiditätsproblem», sagte der griechische Arbeitsminister Panos Skourletis am Montag dem Radiosender Vima. Die Verhandlungen müssten endlich Erfolg bringen, damit die «Wassertropfen-Tortur» ende.

Aus Athen verlautete, am Mittwoch wolle sich die Euro-Arbeitsgruppe der Vizefinanzminister zu einer Telefonkonferenz zusammenschalten. Noch werde über Forderungen aus Brüssel gestritten, die Renten zu kürzen, den Arbeitsmarkt flexibler zu machen und die Mehrwertsteuer zu erhöhen. (sda)

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