US-Börsen am 4. Mai 2010: Griechenland belastet die Wall Street
Aktualisiert

US-Börsen am 4. Mai 2010Griechenland belastet die Wall Street

Den Finanzproblemen Griechenlands konnte sich auch die Wall Street nicht entziehen. Die hohen Staatsschulden hätten erneut für Unruhe gesorgt, sagten Händler.

Investoren befürchteten am Dienstag, dass die Krise auf andere Länder der Euro-Zone übergreifen und damit die Erholung der Weltwirtschaft beeinträchtigen könnte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank um zwei Prozent auf 10 926 Punkte.

Er pendelte im Handelsverlauf zwischen 10 869 und 11 149 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 2,38 Prozent auf 1173 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um drei Prozent auf 2424 Punkte.

Bei den Einzelwerten zählten die Aktien der Pharmahersteller Merck & Co sowie Pfizer gegen den allgemeinen Markttrend zu den Gewinnern. Merck-Papiere legten 1,5 Prozent zu, Pfizer- Anteilsscheine um zwei Prozent. Beide Unternehmen hatten zuvor besser als erwartet ausgefallene Zahlen vorgelegt.

Im Mittelpunkt des Handels stand auch eine Milliarden-Fusion. Der US-Finanzdaten-Anbieter Interactive Data (IDC) geht für 3,4 Milliarden Dollar in bar an die Finanzinvestoren Silver Lake und Warburg Pincus. Börsianer reagierten positiv auf das Geschäft. Die Aktien von Interactive Data verteuerten sich um 0,5 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,51 Milliarden Aktien den Besitzer. 432 Werte legten zu, 2655 gaben nach und 85 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,93 Milliarden Aktien 403 im Plus, 2331 im Minus und 56 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 23/32 auf 100-06/32. Sie rentierten mit 3,6 Prozent. Die 30- jährigen Bonds kletterten auf 103-09/32 und hatten eine Rendite von 4,42 Prozent. (sda)

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