Rauchverbot: Griechenland drückt die Kippe aus
Aktualisiert

RauchverbotGriechenland drückt die Kippe aus

In Griechenland ist ein verschärftes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden in Kraft getreten. Von nun an ist Rauchen in Spitälern, Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln und anderen öffentlichen Räumen verboten.

Laut einer in letzter Minute aufgenommenen Klausel dürfen Unternehmen und Behörden mit mehr als 50 Mitarbeitern aber bei einer entsprechenden Einigung zwischen Belegschaft und Führungsebene einen Raucherraum einrichten.

Lokale, die grösser sind als 70 Quadratmeter, dürfen einen gesonderten Raucherraum haben. Kleinere Lokale müssen sich entscheiden, ob sie reine Raucherkneipen sein wollen oder das Rauchen vollständig verbieten.

Vor Griechenland führten bereits viele andere europäische Länder Rauchverbote ein, darunter Irland, Frankreich und Italien. Auch in Deutschland gilt ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen, wobei die Regelungen für Gaststätten in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich sind.

Schweiz noch nicht so weit

In der Schweiz hat das Parlament im vergangenen Oktober ein neues Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen verabschiedet. Derzeit läuft die Vernehmlassung. Wann das Gesetz in Kraft tritt, ist noch unklar.

Es sieht vor, dass in geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind oder die mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen, künftig das Rauchen verboten wird.

In bedienten Räumen eines Restaurants darf nur in einem abgetrennten und gut belüfteten Fumoirs geraucht werden. In Gastlokalen unter 80 Quadratmetern darf geraucht werden, wenn sie gut belüftet und klar als Raucherbetrieb gekennzeichnet sind.

Zahlreiche Kantone haben jedoch bereits weitergehende Regelungen eingeführt. Zudem läuft schon die Sammelfrist für eine Volksinitiative, welche die Bestimmungen auf Bundesebene noch verschärfen soll. In Innenräumen, die als Arbeitsplätze dienen, soll das Rauchen generell verboten sein.

(sda)

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