Eurokrise: Griechenland einigt sich nicht über Sparkurs
Aktualisiert

EurokriseGriechenland einigt sich nicht über Sparkurs

Der Druck auf Griechenland steigt, sich über Sparmassnahmen zu einigen. Die verschiedenen Parteien finden aber keinen gemeinsamen Kurs.

Die verschiedenen Parteien Griechenlands beraten sich über mögliche Sparmassnahmen.

Die verschiedenen Parteien Griechenlands beraten sich über mögliche Sparmassnahmen.

Trotz des zunehmenden Drucks der EU können sich Regierung und Opposition in Griechenland weiter nicht auf ein gemeinsames Vorgehen bei neuen Sparmassnahmen einigen. Die konservative Opposition lehnte es bei einem Krisentreffen am Freitag in Athen erneut ab, den Sparkurs der regierenden Sozialisten zu unterstützen. Er könne keinem Programm zustimmen, das «die griechische Wirtschaft erdrücken und die griechische Gesellschaft zerstören» würde, sagte Oppositionsführer Antonis Samaras in einem Fernsehinterview.

Samaras und andere Oppositionsvertreter hatten mehr als drei Stunden lang mit Ministerpräsident Giorgos Papandreou über einen gemeinsamen Kurs gegen die Schuldenkrise verhandelt. Papandreous Regierung plant neue Sparmassnahmen im Umfang von mehr als sechs Milliarden Euro. Sie will damit in diesem Jahr das Schuldenziel von 7,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen.

Die Europäische Union hatte gefordert, dass die neuen Reformen von einer breiten Mehrheit - über die Parteigrenzen hinweg - mitgetragen werden. Inspektoren der sogenannten Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank halten sich derzeit in Athen auf, um den Fortschritt des Landes nach dem Hilfspaket über 110 Milliarden Euro zu prüfen. Sie werden anschliessend entscheiden, ob Athen die Kriterien für die im Juni geplante Freigabe der nächsten Tranche von Notkrediten im Umfang von zwölf Milliarden Euro erfüllt.

(dapd)

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