Eurokrise: Griechenland ist «auf Kurs» und erhält Geld
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EurokriseGriechenland ist «auf Kurs» und erhält Geld

Der Internationale Währungsfonds hat der griechischen Regierung bescheinigt, sich an die harten Sparauflagen zu halten und weitere 2,5 Mrd. Euro bewilligt.

Der stellvertretende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Murilo Portugal, sagte am Freitag nach Beratungen des Vorstands über die wirtschaftliche Entwicklung in dem südosteuropäischen Land, Griechenland habe «eindrucksvolle» Korrekturen an seinen öffentlichen Finanzen vorgenommen. Es sei auf dem Weg, den Vorgaben des EU-IWF-Rettungsprogramms zu entsprechen.

«Den griechischen Stellen gebührt Anerkennung für ihre entschlossene Umsetzung schwieriger und ehrgeiziger makroökonomischer Massnahmen und Strukturreformen», sagte Portugal. Allerdings bleibe ein strikter Konsolidierungskurs weiter notwendig.

Griechenland ist hoch verschuldet und hatte im Mai als erstes Land der Euro-Zone ein Rettungspaket über insgesamt 110 Milliarden Euro mit der Europäischen Union und dem IWF vereinbart, um einen Staatsbankrott zu verhindern.

Neue Runde von Sparaktionen

Im Gegenzug stimmte die Regierung einem strikten Sanierungskurs zu, der mit gravierenden Verschlechterungen für Arbeitnehmer und Hilfe-Empfänger verbunden ist. Erst diese Woche beschloss das griechische Parlament eine neue Runde von Sparaktionen, um die Bedingungen zu erfüllen.

Als Reaktion darauf wurde das Land bereits mehrmals von gewalttätigen Protesten und Streiks erschüttert. Die vom IWF ausgezahlte Summe erreicht mit dem neuen Kredit 10,6 Milliarden Euro.

(sda)

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