Griechenland lehnt neuen Namen für Mazedonien ab

Aktualisiert

Griechenland lehnt neuen Namen für Mazedonien ab

Mazedoniens erhoffter Beitritt zum Verteidigungsbündnis NATO ist wegen des jahrelangen Namensstreits mit Griechenland in eine Sackgasse geraten.

«Ohne eine von beiden Seiten akzeptierte Lösung kann die Tür für den Nachbarstaat zur NATO nicht geöffnet werden», sagte am Donnerstag der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis.

Am Mittwoch hatte die UNO im langjährigen Streit zwischen Griechenland und Mazedonien um den Namen dieser ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik einen Kompromiss unterbreitet. Wie Medien in Skopje und Athen übereinstimmend am Donnerstag berichteten, laute der Vorschlag «Republik Mazedonien-(Skopje)».

Damit soll sich dieser Staat, der seit 1993 offiziell - unter dem Druck Athens - den Namen «Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien» trägt, von der nordgriechischen Provinz Mazedonien unterscheiden.

Griechenland ist mit dem neuen Vorschlag nicht einverstanden. Athen wünscht sich nach Diplomatenangaben einen Namen mit einer klaren geografischen Definition wie Ober- oder Nordmazedonien. Zudem sollte die Lösung nach den Worten von Karamanlis durch einen Beschluss des UNO-Sicherheitsrates besiegelt werden.

Skopje und Athen streiten seit der Unabhängigkeit des Nachbarn 1991 um den Namen Mazedonien. Athen will nicht zulassen, dass das Nachbarland historische Namen und Symbole benutzt, die nach griechischer Auffassung zur altgriechischen Geschichte gehören.

Eine Lösung des Streits wird immer dringender, weil am 2. bis 4. April über die Aufnahme Mazedoniens in die NATO in Bukarest entschieden werden soll.

(sda)

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