Aktualisiert 29.11.2011 14:07

Druck aus Deutschland

Griechenland soll aus der Euro-Zone austreten

Klare Worte: Der deutsche Handelsverband empfiehlt Griechenland und auch Portugal einen freiwilligen Euro-Austritt.

Der griechische Euro unter Druck.

Der griechische Euro unter Druck.

Der deutsche Bundesverband Gross- und Aussenhandel (BGA) hat sich für einen Ausstieg der krisengeschüttelten Staaten Griechenland und Portugal aus der europäischen Währungsunion ausgesprochen. «Ich empfehle Griechenland und im weitesten Sinne auch Portugal, freiwillig aus der Euro-Zone auszutreten», sagte BGA-Präsident Anton Börner am Dienstag in Berlin. Griechenland wäre damit über Nacht wieder wettbewerbsfähig und könnte auf dieser Basis starten, Überschüsse zu erwirtschaften, fügte Börner hinzu. Gleiches gelte für Portugal.

Mit Blick auf Italien appellierte der BGA-Chef an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), hart zu bleiben. Das Land sei nun selbst am Zug und müsse liefern. «Falls die italienische Gesellschaft nicht willens ist, das zu tun - und das werden wir in den nächsten zwölf Monaten sehen - empfehle ich auch Italien, aus der Eurozone heraus zu gehen.»

Italien hat bei einer Auktion von Staatsanleihen am Dienstag zwar erfolgreich 7,5 Milliarden Euro eingenommen. Zugleich musste das Land für dreijährige Staatsanleihen aber Zinsen von 7,89 Prozent zahlen. Das waren 2,96 Prozent mehr als im Vormonat. Die Zinsen für Staatsanleihen mit einer zehnjährigen Laufzeit stiegen auf 7,56 Prozent. Das waren 1,5 Prozent mehr als im vergangenen Monat. Damit wächst der Druck weiter auf den neuen Ministerpräsidenten Mario Monti, schnell die notwendigen Reformen durchzusetzen.

(dapd)

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