Griechenland und die Türkei nähern sich an
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Griechenland und die Türkei nähern sich an

Die Türkei und Griechenland haben am Samstag eine Serie vertrauensbildender Massnahmen zwischen beiden Ländern angekündigt.

Die griechische Aussenministerin Dora Bakoyannis und ihr türkischer Kollege Abdullah Gül erklärten bei einem Treffen in Istanbul, das Verbot für militärische Übungen in der Ägäis werde um einen Monat bis September verlängert. Ausserdem wolle man direkte Telefonkontakte zwischen Offizieren der Streitkräfte beider Länder ermöglichen.

«Heute sind wir glaube ich einen wichtigen Schritt vorangekommen», sagte Bakoyannis auf einer Pressekonferenz mit Gül. «Ziel ist es, unsere Beziehungen auszuweiten.» Gül erklärte, die Luftwaffenkommandeure und die Stabschefs aus Griechenland und der Türkei sollten künftig direkt miteinander kommunizieren. Mit der Vereinbarung sollen offenbar Zwischenfälle wie der Zusammenstoss zwischen einem griechischen und einem türkischen Kampfflugzeug im vergangenen Monat verhindert werden. Der griechische Pilot war dabei ums Leben gekommen. Unglücksursache war offenbar ein Abfangmanöver.

Bakoyannis erklärte, das Unglück könne die Kooperation zwischen den Ländern voranbringen. «Es gibt keine Krise, liebe Freunde, ohne eine versteckte Möglichkeit», sagte sie. «Zusammen sind wir stärker.» Gül erklärte, die Ägäis müsse ein Meer der Freundschaft und des Friedens sein. Wegen Konflikten in der Ägäis standen Griechenland und die Türkei seit 1974 drei Mal am Rande eines Krieges. (dapd)

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