Grossbanken: Griechenland verhagelt Crédit-Agricole-Gewinn
Aktualisiert

GrossbankenGriechenland verhagelt Crédit-Agricole-Gewinn

Wegen dem Griechenland-Geschäft ist der Gewinn von Crédit Agricole eingebrochen. Derweil versucht die französische Grossbank verzweifelt, ihre griechische Tochter zu verkaufen.

Die Griecheland-Krise lastet schwer auf der Crédit Agricole.

Die Griecheland-Krise lastet schwer auf der Crédit Agricole.

Die französische Grossbank Crédit Agricole hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn sank um 67 Prozent auf 111 Millionen Euro, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Die Einnahmen gingen um 14 Prozent zurück auf 4,75 Milliarden Euro.

Belastet wurde das Ergebnis weiter durch das Griechenland-Geschäft. Dort versucht Crédit Agricole verzweifelt, seine Tochter Emporiki zu verkaufen. Um das Sorgenkind überhaupt loswerden zu können, musste der Mutterkonzern im Juli weitere 2,3 Milliarden Euro in die Bank pumpen.

Die Verhandlungen über einen möglichen Verkauf von Emporiki dauerten an, hiess es in der Mitteilung. Vertiefte Gespräche mit einem Interessenten gebe es aber bislang nicht.

Risiken reduzieren

Derzeit laufen die Gespräche mit der Notenbank, dem griechischen Fonds zur Stabilisierung des Finanzsektors und der Europäischen Kommission. Die Crédit Agricole hat nicht nur frisches Kapital zugeschossen, sondern übernimmt auch die Emporiki-Sparten in Albanien, Bulgarien und Rumänien.

Um die Risiken in der Bilanz der griechischen Tochter weiter zu reduzieren, werden darüber hinaus die derzeit besonders problematischen Kredite zur Schiffsfinanzierung an die Mutter abgegeben.

Das Halbjahresergebnis der Crédit Agricole wurde ausserdem durch eine Abschreibung auf einen Anteil an der italienischen Bank Intesa Sanpaolo belastetet.

(sda)

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