«Grimassen-Räuber» als Taxifahrerschreck
Aktualisiert

«Grimassen-Räuber» als Taxifahrerschreck

Die Serie von Überfällen auf Taxifahrer reisst nicht ab. Am Wochenende war der Räuber mit dem schiefen Mund gleich dreimal aktiv.

Fahrten nach Pratteln sind für die Taxifahrer der Region derzeit gefährlich: Am Wochenende wurden dort drei Chauffeure überfallen. Am Sonntag stieg ein Mann in Begleitung einer Frau und einem kleinen Hund in Basel ein und wollte in die Agglo-Gemeinde. Beim Herrenweg zog er ein Messer, worauf der Chauffeur anhielt und flüchtete. Der Räuber setzte sich selbst ans Steuer und fuhr zur Mattenstrasse. Dort stieg das Pärchen aus und nahm das Portemonnaie mit.

Der zweite Überfall ereignete sich in der Nacht auf Montag am Höhenweg. Der Taxifahrer wurde wieder mit einem Messer bedroht. Er konnte aber mit dem Portemonnaie flüchten. Am Montagabend starrte dann eine Taxifahrerin auf das Messer des Räubers, der angeblich einen schrägen, nach rechts oben gezogenen Mund hat. Der etwa 25-jährige Mann schnappte die Geldbörse und flüchtete.

Vier weitere Überfälle – davon zwei in Pratteln – gab es bereits im Januar.

Die Baselbieter Polizei geht davon aus, dass es sich immer um denselben Täter handelt. «Es wurde eine Sonderkommission eingesetzt», so Sprecher Meinrad Stöcklin. Eine Belohnung von 5000 Franken wurde auch ausgesetzt.

Christian Degen

Taxifahrer bleiben eher gelassen

Die Raubüberfälle auf Berufskollegen beschäftigen auch die Taxifahrer, die am Bahnhof auf Kunden warten. Die Stimmung schwankt von Wut über Besorgnis bis zu Gleichgültigkeit. «Es gibt einem schon ein ungutes Gefühl«, meint etwa Mehmed Yoleri (40). «Man kann aber nicht viel dagegen machen», fügt Nicola Iovine (53) an. Wer vor so was Angst habe, solle nicht Taxifahrer werden. Dem pflichtet auch der 42-jährige Medrif bei: «Überfälle sind ja nichts Neues.» Andere Chauffeure sind einfach nur wütend. «Der Kerl soll nur kommen», drohte einer anonym dem Räuber.

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