Zu viele Hotelsanierungen: Grindelwald verliert haufenweise Gäste
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Zu viele HotelsanierungenGrindelwald verliert haufenweise Gäste

Zu viele Hotels werden in Grindelwald BE zur selben Zeit renoviert. Das bedeutet für den Ferienort, dass immer mehr Touristen woanders übernachten müssen.

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Ungefähr ein Viertel aller Gäste in Grindelwald können nicht im Ferienort selbst übernachten.

Ungefähr ein Viertel aller Gäste in Grindelwald können nicht im Ferienort selbst übernachten.

Keystone/Gaetan Bally
Der Grund: Zu viele Hotels werden gleichzeitig saniert. Die Gäste werden deshalb im ganzen Kanton Bern verteilt und mit Bussen nach Grindelwald gebracht.

Der Grund: Zu viele Hotels werden gleichzeitig saniert. Die Gäste werden deshalb im ganzen Kanton Bern verteilt und mit Bussen nach Grindelwald gebracht.

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Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, sagt: «Es braucht in der gesamten Jungfrauregion mehr Betten, vor allem hier in Grindelwald.»

Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, sagt: «Es braucht in der gesamten Jungfrauregion mehr Betten, vor allem hier in Grindelwald.»

Keystone/Gaetan Bally

Ungefähr ein Viertel aller Gäste in Grindelwald können nicht im Ferienort selbst übernachten. Der Grund: Zu viele Hotels werden gleichzeitig saniert. Die Gäste werden deshalb im ganzen Kanton Bern verteilt und mit Bussen nach Grindelwald gebracht, wie der Regionalsender Tele Bärn berichtet.

«Es braucht mehr Betten in Grindelwald»

Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, sagt: «Es braucht in der gesamten Jungfrauregion mehr Betten, vor allem hier in Grindelwald.» Grindelwald habe sich zu einem Touristen-Hotspot entwickelt – und seit die Wintersaison länger andauere, spüre der Ferienort den Touristendruck. «Wir können mit der neuen Jungfraubahn den Anschub geben, aber der Ort selbst muss sich auch entwickeln», sagt Kessler.

Rechtskräftige Baubewilligungen für die Eröffnung von neuen Hotels wären in Grindelwald vorhanden. Was fehlt, sind die Investoren. «Auf die Vollendung und den Investor kann die Gemeinde keinen grossen Einfluss nehmen», sagt Gemeinderat Thomas Ruoff zum Problem.

85 Kilometer bis zum Hotel

Solange die Hotels nicht saniert oder fertiggestellt sind, müssen die Gäste mit dem Reisecar nach Grindelwald chauffiert werden. Wenn sie etwa in der Lenk untergebracht werden, bedeutet dies eine Strecke von 85 Kilometern, die es zurückzulegen gilt. «Gerade in der Hochsaison haben wir zu wenig Kapazität», hält Kessler fest. Die Reiseveranstalter bräuchten Kontingente, die sie in der Jungfrauregion aber zunehmend weniger bekämen. Nun würden sie sich eben weiter entfernte Unterkünfte suchen. «Die Veranstalter wollen den Gästen schliesslich Übernachtungen garantieren können.»

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