Geduld gefragt: Grippe bei OBI – nur noch einer an der Kasse
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Geduld gefragtGrippe bei OBI – nur noch einer an der Kasse

Der OBI-Baumarkt in St. Gallen vermisst fast drei Viertel seiner Belegschaft: Die Grippewelle und der Föhn setzen dem Personal zu.

von
gts
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Die Grippwelle und der Föhn setzten dem St. Galler OBI-Personal zu.

Die Grippwelle und der Föhn setzten dem St. Galler OBI-Personal zu.

Keystone/Martin Ruetschi
«Im Zweiminutentakt meldete sich das Personal krank», sagt Marktleiter Werner Allenspach.

«Im Zweiminutentakt meldete sich das Personal krank», sagt Marktleiter Werner Allenspach.

zvg
Am Donnerstag sei zeitweise nur noch ein Mitarbeiter da gewesen, der...

Am Donnerstag sei zeitweise nur noch ein Mitarbeiter da gewesen, der...

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«Im Zweiminutentakt meldete sich das Personal krank. Wir mussten mit über 30 Personen weniger auskommen», sagte Marktleiter Werner Allenspach gegenüber dem Newsportal FM 1 Today. Am Donnerstag um 16 Uhr sei nur noch ein Mitarbeiter da gewesen, der die Kasse bedienen konnte.

Laut Allenspach liegen die Angestellten wegen Magen-Darm-Beschwerden und Grippe im Bett. Zudem habe der Föhn vom Wochenende bei einigen Migräne ausgelöst. Ein weiterer Teil des Personals sei in den Ferien.

Verständnisvolle Kundschaft

Noch hat sich die Situation nicht beruhigt – mittlerweile sind zwar zwei Mitarbeiter wieder gekommen, weitere vier mussten jedoch zuhause bleiben. «Momentan bedienen drei Personen die Kassen, unter anderem Lehrlinge, und auch von ihnen klagt schon eine, sie fühle sich schlecht», sagt Allenspach. Am stärksten betroffen von der Grippewelle seien die Kassen und die Gartenabteilung.

Da OBI über ein eigenes Kassensystem verfügt sei es schwierig gewesen, Hilfe von anderen Migros-Betrieben zu bekommen, so der Marktleiter. In einem Schreiben, das er im Geschäft aufgehängt hat, appelliert er deshalb an das Verständnis der Kundschaft. Das funktioniert offenbar. Allenspach: «Die Kunden, die das Plakat gelesen haben, zeigen sich sehr verständnisvoll.»

Mit Normalbetrieb sei erst wieder gegen Ende der kommenden Woche zu rechnen.

Kein vergleichbarer Fall bekannt

«In den neun Jahren, die ich nun hier bin, habe ich so etwas noch nicht erlebt», sagt Allenspach weiter. Dem pflichtet Nico Canori, Sprecher von Migros Ostschweiz, bei: «Hier kann sich niemand an einen vergleichbaren Fall erinnern.» Massnahmen zur Entlastung der OBI-Belegschaft seien eingeleitet. Ansonsten verlaufe die aktuelle Grippe-Welle für Migros Ostschweiz im üblichen Rahmen.

Eine Erfahrung, die andere Ostschweizer Unternehmen teilen: «Es sind zwar mehr Mitarbeiter krank als sonst im Jahr», sagt stellvertretend Franziska Süess von der SFS Group in Heerbrugg. «Für die Jahreszeit bewegen wir uns aber im Normalbereich.»

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