Aktualisiert 03.02.2005 09:33

Grippe: Epidemie-Wert doppelt überschritten

Die Grippe hat die Schweiz auch zu Beginn des Februars fest im Griff. Der Epidemiewert war mit 2,8 Grippeverdachtsfällen auf 100 Arztbesuche um fast das Doppelte überschritten. Besonders viele Fälle gab es in der Südostschweiz.

Dort - in Graubünden und im Tessin - waren 4,8 von 100 Arztbesuchen durch Grippesymptome bedingt, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Grippeseite im Internet angibt. In Genf, Neuenburg, der Waadt und im Wallis trieb die Infektion 4 von 100 Patienten zum Arzt.

In der Ostschweiz (AI, AR, SG, SH, TG, ZH) waren 2,6 Prozent der Arztbesuche grippebedingt, in der Nordschweiz (AG, BL, BS, SO) 2,4 Prozent. Nur leicht über der Epidemieschwelle von 1,5 von 100 Arztbesuchen blieben mit Werten von 1,8 die Zentralschweiz (GL, LU, NW, OW, SZ, UR, ZG) und das westliche Mittelland (BE, FR, JU) mit 1,8 von 100 Konsultationen.

Wer mit Fieber und Gliederschmerzen im Bett liegt, ist nicht allein. In Portugal und Spanien wütet laut BAG eine im Vergleich zu anderen Jahren starke Grippeepidemie. In England und Frankreich wird die Intensität als mittelstark bezeichnet.

Auch in Belgien, den Niederlanden und Italien ist der Epidemiewert überschritten. Europaweit sind 93 Prozent der Fälle dem Influenza-A- und 7 Prozent dem Influenza-B-Virus zuzuschreiben.

(sda)

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