Aktualisiert 16.02.2005 19:14

Grippefälle mehren sich

Die Grippe ist in der Schweiz weiter auf dem Vormarsch. In der zweiten Februarwoche waren 6,3 Prozent aller Arztbesuche auf Grippeverdacht zurückzuführen, wie den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu entnehmen ist.

Am stärksten betroffen sind nach wie vor West- und Südostschweiz.

Die Anzahl Grippeverdachtsfälle auf 100 Arztkonsultationen ist innert Wochenfrist von 4,8 auf 6,3 angestiegen. Das BAG spricht von einer Grippeepidemie mittlerer Intensität. Im vergangenen Jahr gingen auf dem Höhepunkt der Epidemie, der damals bereits Mitte Januar war, 7,7 Prozent aller Arztbesuche auf Grippeverdacht zurück. Im langjährigen Mittel lag der Zenit bei 6,0. Die gesamtschweizerische Epidemieschwelle liegt bei 1,5 Verdachtsfällen auf 100 Konsultationen.

Am stärksten von der Grippe betroffen ist die Westschweiz, die mit einem Anstieg von 5,5 auf 8,4 Verdachtsfälle auf 100 Arztkonsultationen die Südostschweiz von der Spitze verdrängt hat. Im Tessin und Graubünden gehen 8,0 Prozent der Arztbesuche auf Grippeverdacht zurück, im Mitteland-West 6,5, in der Nordschweiz 6,0, in der Ostschweiz 5,6 und in der Zentralschweiz 3,6.

Auch in den meisten anderen europäischen Ländern wie ist die Grippeepidemie weiter auf dem Vormarsch. In Portugal und in Österreich wird laut BAG im Vergleich zu den Vorjahren eine starke Epidemie verzeichnet. In Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien und Slowenien sei die Epidemie von mittlerer Intensität und weiter am Zunehmen. In Spanien hingegen geht die Grippeepidemie weiter zurück. In England befindet sich die Epidemie knapp über dem epidemischen Schwellenwert.

(dapd)

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