Grippeimpfung bei Älteren akzeptiert
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Grippeimpfung bei Älteren akzeptiert

Bis 2005 werden voraussichtlich 60 Prozent der über 65-Jährigen gegen Grippe geimpft sein. Beim Pflege- und Medizinalpersonal ist diese Rate allerdings viel kleiner.

Ziel der 2001 lancierten Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ist, dass 60 Prozent aller Personen über 65 bis im nächsten Jahr geimpft sein sollen. Bei den Ärztinnen und Ärzten sowie dem Medizinal- und Pflegepersonal soll eine Durchimpfung von 70 Prozent erzielt werden.

Bei der Gruppe der über 65-Jährigen dürfte das Ziel erreicht werden, wie einer Zwischenbilanz im jüngsten BAG-Bulletin zu entnehmen ist. Im letzten Jahr haben sich 59,2 Prozent dieser Zielgruppe impfen lassen, wie die Evaluation der Kampagne zeigt. Das sind deutlich mehr als noch 1998 als der Anteil der Geimpften noch unter 50 Prozent lag.

Regionale Unterschiede bei Pflegepersonal

Das Medizinal- und Pflegepersonal mit direktem Kontakt zu Patientinnen und Patienten ist dagegen weiterhin skeptisch gegenüber der Grippeimpfung. Im letzten Jahr hat sich ein Viertel (25,2 Prozent) dieser Zielgruppe impfen lassen. 2002 war die Durchimpfung noch tiefer gewesen (21 Prozent).

Dabei zeigten sich regionale Unterschiede: In der französischsprachigen Schweiz lag der Anteil der Geimpften im letzten Jahr bei 30,1 Prozent und damit höher als in der Deutschschweiz (24,3 Prozent) und im Tessin (26,6 Prozent). Allerdings konnte in der Deutschschweiz zwischen 2002 und 2003 eine markante Steigerung festgestellt werden.

Die Umfragen im Rahmen der Evaluation zeigen zudem, dass die Durchimpfung mit zunehmendem Alter und mit zunehmender Dauer der Berufssausübung steigt. Am niedrigsten ist der Anteil der Geimpften bei Personen, die sich noch in Ausbildung befinden.

Ärzte überzeugt

Von der Grippeimpfung überzeugt sind offenbar die Ärztinnen und Ärzte, die direkten Kontakt zu Patienten haben. Drei Viertel von ihnen haben sich 2002 impfen lassen.

Die Evaluation der Nationalen Grippepräventionskampagne hat zum Ziel, nützliche Informationen über die Sichtbarkeit, die Verständlichkeit und die Akzeptanz der Kampagne und deren Botschaften bei den verschiedenen Zielgruppen zu liefern. Vorgenommen wird die Evaluation durch das Institut érasm in Genf.

(sda)

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