Grippewelle: Epidemie in Schweiz auf Rückzug
Aktualisiert

Grippewelle: Epidemie in Schweiz auf Rückzug

Endlich kommt die Entwarnung: Die Anzahl Grippefälle ist in der Schweiz wieder am Abnehmen. Die grippebedingten Arztkonsultationen sanken in der zweiten Woche des neuen Jahres von 7,7 auf 4,1 Prozent.

Experten rechnen nicht mit einer zweiten Grippewelle in diesem Winter.

Genau so steil wie die Grippekurve in der letzten Woche des alten und der ersten Woche des neuen Jahres angestiegen war, fällt sie jetzt wieder. In der zweiten Kalenderwoche 2004 erfolgten noch 4,1 Prozent aller Arztbesuche wegen Grippe. Eine Woche zuvor waren es noch 7,7 Prozent. Damit ist der Epidemiewert von 1,5 Prozent zwar noch weit überschritten. Laut BAG-Sprecher Jean Louis Zurcher wird die Epidemie aber voraussichtlich in den kommenden Wochen zu Ende gehen.

Im langjährigen Vergleich liegt der diesjährige Höchstwert von 7,7 Verdachtsfällen pro 100 Konsultationen deutlich über dem langjährigen Mittel der epidemischen Höchstwerte von 6,2 Prozent.

Noch am stärksten von der Grippe betroffen war die Nordschweiz (AG, BL, BS, SO) mit 4,9 Verdachtsfällen, gefolgt von der Zentralschweiz (GL, LU, NW, OW, SZ, UR, ZG) mit 4,3 Verdachtsfällen pro 100 Konsultationen. In der Ostschweiz (AI, AR, SG, SH, TG, ZH) und in der Südostschweiz (GR, TI) wurden 4,1 Verdachtsfälle gemeldet. Der stärkste Rückgang der Epidemie wurde in der Westschweiz (GE, NE, VD, VS) festgestellt wo noch 3,8 Verdachtsfälle pro 100 Konsultationen gemeldet worden sind. Im Mitteland-West (BE, FR, JU) waren es noch 3,6 Verdachtsfälle pro 100 Konsultationen.

Laut Zurcher gibt es keine Anzeichen für eine zweite Grippewelle. Die alternativen Influenza B-Viren seien bisher in Europa nur äusserst sporadisch aufgetreten und auch aus der Entwicklung in den anderen europäischen Ländern lasse sich nicht auf eine zweite Welle schliessen. (dapd)

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