Grössenwahn? Oasis-Sänger Gallagher disst Konkurrenz
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Grössenwahn? Oasis-Sänger Gallagher disst Konkurrenz

Am 30. Mai erscheint das lang erwartete Oasis-Album «Don't Believe the Truth». Sänger Liam Gallagher (32) rührt kräftig in der Werbetrommel und disst die Konkurrenz.

Wenn Liam Gallagher eine britische Tugend nicht hat, dann ist es mit Sicherheit die der vornehmen Zurückhaltung. Unlängst erklärte er in einem Interview: «Das neue Oasis-Album wird unsere beste Scheibe überhaupt.»

Mit viel Selbstvertrauen schaltet Gallagher nun noch einen Gang höher: Rotzfrech wie ein pubertierender Bengel schiesst er in der neusten Ausgabe des «New Musical Express» gegen die erfolgreichsten Bands der Zeit. Franz Ferdinand, Keane, die New Yorker Scissor Sisters sowie die Newcomer-Acts Kaiser Chiefs und Bloc Party kriegen ihr Fett ab. Zu Franz Ferdinands Leadsänger Alex Kapranos (31) meint Grossmaul Gallagher: «Er erinnert mich an den verdammten Right Said Fred nach einer Atkins-Diät.» Franz Ferdinands «eigenartige Musik» sei nichts für ihn. Auch für die Scissor Sisters, immerhin die Band, die in England 2004 am meisten Alben verkaufte, hat der Querschläger nichts übrig. «Die sind völliger Bockmist.» Die gefeierten Newcomer von Kaiser Chiefs nennt Gallagher «schlechte Blur», und für Bloc

Party hat er das Prädikat «College-Band» übrig.

Bei all den starken Worten fragt man sich: Ist Gallagher grössenwahnsinnig, oder hat er Recht? Fakt ist: Sämtliche Clubkonzerte der Rüpel-Kapelle waren in Rekordzeit ausverkauft. Liam & Co. wollen der Welt beweisen, was sie noch draufhaben. Und die Erwartungshaltung gegenüber dem neuen Album wird nach jedem verbalen Ausrutscher noch grösser.

Ralph Hennecke

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