Staatstrauer in Kambodscha: «Grösste Tragödie seit den Roten Khmer»
Aktualisiert

Staatstrauer in Kambodscha«Grösste Tragödie seit den Roten Khmer»

Nach der Massenpanik mit mehr als 378 Toten in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh hat die Regierung des Landes einen nationalen Trauertag angeordnet.

Nach der Massenpanik mit über 378 Toten steht das Land unter Schock. 755 Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt. Am Donnerstag solle der Opfer der Katastrophe gedacht werden, sagte der kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen in einer Fernsehansprache. «Ich möchte meinen Landsleuten und den Familien der Opfer mein Beileid ausdrücken», sagte Hun Sen am Dienstag.

Ministerpräsident Hun Sen bezeichnete die Massenpanik als «die grösste Tragödie» in dem südostasiatischen Land seit dem Ende der Gewaltherrschaft der Roten Khmer.

Die Panik ereignete sich am späten Montagabend, als die Menschenmassen in Phnom Penh auf einer Brücke über den Fluss Mekong zu einer Feier des traditionellen Wasserfestes gelangen wollten.

Ursache unklar

Zwei Drittel der Opfer seien Frauen gewesen. Die Ursache für die Massenpanik war unklar. Ein Regierungssprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass offenbar ein Gerücht die Runde gemacht habe, wonach die Brücke instabil sei. «So startete die Panik», sagte er.

Das Wasserfest ist eines der grössten Festivals des Landes. Dabei wird dem Fluss Mekong gedankt, der Kambodscha mit fruchtbaren Böden und Fisch versorgt. Wegen der Feierlichkeiten waren in den vergangenen Tagen Millionen Kambodschaner zu Konzerten, Feuerwerken und Bootsrennen in die Hauptstadt geströmt.

Video: YouTube (sda/dapd)

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