Grösster Börsengang in der US-Geschichte
Aktualisiert

Grösster Börsengang in der US-Geschichte

Der grösste
Börsengang in der
US-Geschichte wird dem
Kreditkartenanbieter
Visa satte 17,3 Milliarden
Dollar einbringen.

von
Claude Weill

Der weltgrösste Kreditkartenanbieter Visa hat sich trotz der Finanzkrise in den USA zum Gang an die Börse entschlossen. Visa, ein Gemeinschaftsunternehmen von US-Banken, hat 406 Millionen Aktien zu 44 Dollar verkauft. Das ist ein weit besserer Preis, als Analysten erwartet hatten: Diese rechneten mit 27 bis 42 Dollar je Aktie.

Nach Abzug aller Kosten verbleiben Visa 17,3 Milliarden Dollar. Damit wird der Visa-Börsengang aller Voraussicht nach zum grössten in der US-Geschichte. Der erfolgreiche IPO von Visa steht für Markus Bächtold, Analyst bei der Bank Clariden Leu, nicht im Widerspruch mit der Finanzkrise in den USA. «Visa wickelt Transaktionen ab und trägt selber kein Kreditrisiko. Dieses liegt bei den Banken», sagt er. Die Gründe für den Börsengang sieht Bächtold im boomenden Kreditkartengeschäft in den USA und dem erfolgreichen Börsengang des Konkurrenten Mastercard vor zwei Jahren.

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