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RaumfahrtGrösstes Treffen im All

Nach dem erfolgreichen Andocken der US-Raumfähre «Endeavour» an der Internationalen Raumstation ISS haben sich die Neuankömmlinge gleich an die Arbeit gemacht.

Zwei Astronauten des Shuttles begannen am Samstag ihren ersten Einsatz im freien Weltraum, um einen Vorbau für das japanische Weltraumlabor «Kibo» zu installieren. Während der auf 16 Tage angelegten Mission sind fünf Aussenbordeinsätze geplant. Die Raumfähre hat das dritte und letzte Teil des Labors zur ISS gebracht.

Die «Endeavour» dockte am Freitag in rund 350 Kilometer Höhe an der ISS an. Nachdem sich die Luken geöffnet hatten, kam es zum bislang grössten Treffen von Erdlingen im All: Die sieben Astronauten der Raumfähre schwebten nacheinander in die Raumstation, wo sie von den sechs ISS-Bewohnern herzlich willkommen geheissen wurden.

Grösstes Treffen im All

«Willkommen», sagte der ISS-Kommandant Gennady Padalka am Eingang der Station zu den Neuankömmlingen. Shuttle-Kommandant Mark Polansky sagte: «13 ist eine ziemlich grosse Zahl, aber es wird für uns ein ausserordentlicher Besuch.» Neben der grössten Menschenansammlung im Weltall war das Treffen auch das international gemischteste: Sieben Amerikaner, zwei Russen, zwei Kanadier, ein Japaner und ein Belgier. Die Geschlechterbalance war indes nicht gerade ausgewogen - auf zwölf Männer kam nur eine Frau.

Die «Endeavour» war am Mittwochabend im sechsten Anlauf in Cape Canaveral in Florida gestartet. Der Start war eigentlich schon für Mitte Juni geplant, wurde aber wegen technischer Probleme und schlechten Wetters fünf Mal verschoben. (dapd)

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