Vermeintlicher Überfall: Grossalarm wegen Allergiker-Schutzmaske
Aktualisiert

Vermeintlicher ÜberfallGrossalarm wegen Allergiker-Schutzmaske

Hier steht ein Banküberfall bevor - das dachte eine Frau in Deutschland, als sie einen Mann mit Schutzmaske vor einer Bank in Nordrhein-Westfalen sah. Doch die mit einem Grossaufgebot ausgerückte Polizei traf nicht auf einen Räuber, sondern auf einen Allergiker.

Eine Frau hatte am Mittwoch die Polizei alarmiert, nachdem sie in Nümbrecht in einem nahe einer Bank geparkten Auto einen Mann bemerkt hatte, der eine Art Sturmhaube mit Sehschlitzen über das Gesicht gezogen hatte. Als er die ihn beobachtende Frau wahrnahm, setzte er die Maske ab und fuhr davon. «Eine Situation, die nachdenklich stimmt», erklärte die Polizei am Donnerstag.

Die Zeugin informierte umgehend die Polizei, die ebenfalls davon ausging, dass ein Überfall unmittelbar bevorstand. Sofort seien Fahndungsmassnahmen eingeleitet worden, «örtliche und überörtliche Fahndung, Halterermittlung, Zeugenbefragungen etc. pp.», hiess es in der Polizeimitteilung. Kurze Zeit später konnten die Fahnder Erfolg melden: Sie hatten den beobachteten Mercedes gefunden und die Insassen - zwei holländische Ehepaare «im gesetzten Alter» - überprüft.

Dabei stellte sich allerdings heraus, dass es sich bei der vermeintlichen Sturmhaube um eine Schutzmaske für Allergiker handelte, die den Träger gegen die «grelle oberbergische Sonne» schützen sollte. Trotz des Fehlalarms wies die Polizei darauf hin, «dass sie jegliche Hinweise zu Straftaten ernst nimmt und auch zur Aufklärung dringend benötigt. Selbst wenn es sich im Nachhinein als eine harmlose Begebenheit herausstellt wie im vorliegenden Fall». (dapd)

Deine Meinung