07.09.2020 15:58

Appenzell AusserrhodenGrossaufgebot bei Beschlagnahmung von 22 Hunden

Eine renitente Tierhalterin weigerte sich bis zuletzt, ihre Hunde wegzugeben. Nun hat das Veterinäramt das Teiltierhalte- und Zuchtverbot durchgesetzt und die Hunde abtransportiert.

von
Leo Butie
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Insgesamt 22 Hunde wurden beschlagnahmt.

Insgesamt 22 Hunde wurden beschlagnahmt.

Kanton Appenzell Ausserrhoden
Die Tiere wurden im Ausserrhoden Vorderland beschlagnahmt

Die Tiere wurden im Ausserrhoden Vorderland beschlagnahmt

KEYSTONE
Die Hunde waren nicht verwahrlost, sagt Kantonstierarzt Dr. Sascha Quaile zu 20 Minuten.

Die Hunde waren nicht verwahrlost, sagt Kantonstierarzt Dr. Sascha Quaile zu 20 Minuten.

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Darum gehts

  • Einer Frau wurden durch das Veterinäramt 22 Hunde abgenommen.
  • Sie hatte sich bis zuletzt gegen das Verbot gewehrt.
  • Mehrere Monate lang liess sie die Frist verstreichen.
  • 15 Mitarbeitende des Veterinäramts, Tierärztinnen, Tierpflegerinnen und Polizisten standen im Einsatz.
  • Die Tiere werden zur Adoption freigegeben.

Eine renitente Tierhalterin im Ausserrhoder Vorderland hat sich bis zuletzt gewehrt, doch nun hat das Veterinäramt das Teiltierhalte- und Zuchtverbot durchgesetzt. Die Frau zog das Verbot bis vor das Bundesgericht, dass das Verbot Ende 2019 bestätigte. Mehrere Monate lang liess sie die Frist verstreichen, bis nun das Veterinäramt durchgriff.

Nach einer kurzen tierärztlichen Untersuchung wurden 22 Hunde abtransportiert und in «geeignete Orte» untergebracht, wie es in einer Mitteilung der Kantonskanzlei Appenzell Ausserrhoden heisst. Insgesamt standen 15 Mitarbeitende des Veterinäramts, Tierärztinnen, Tierpflegerinnen und Polizisten im Einsatz.

Nur noch Hunde und Katzen

Es ist das Ende eines langen Kampfes zwischen der Tierhalterin und dem Kanton. «In den letzten Jahren wurden bei der Person immer wieder Kontrollen durchgeführt, wobei man zum Entschluss gekommen ist, ein Teiltierhalte- und Zuchtverbot zu verfügen», sagt Dr. Sascha Quaile, Kantonstierarzt beider Appenzell. Diese Verfügung wurde bis ans Bundesgericht gezogen, wo das Verbot schliesslich bestätigt wurde. «Es sind nun alle Instanzen durchgespielt», so Quaile.

Die Hunde waren nach Angaben des Kantonstierarztes nicht in einem verwahrlosten Zustand. «Die Tiere waren gesundheitlich unauffällig, lediglich einige trugen Blessuren», so Quaile. Die Frau darf nun eine definierte Anzahl Heimtiere halten. Als Heimtiere gelten Katzen und Hunde.

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