Grossbanken: Kuba von Karte gestrichen

Aktualisiert

Grossbanken: Kuba von Karte gestrichen

Nach der Credit Suisse schliesst jetzt auch die UBS Kuba von sämtlichen Geschäften aus. Der Entscheid sei unpolitisch, sagen die Banken.

«Es sind ökonomische Überlegungen», sagt UBS-Sprecher Christoph Meier. Der Nutzen aus der Tätigkeit in Kuba stehe in keinem Verhältnis zu den entstehenden Kosten, sagte er. Die Credit Suisse nannte gegenüber der «SonntagsZeitung» den gleichen Grund für die Kuba-Blockade. Von der Massnahme betroffen sind sämtliche Bankgeschäfte.

So verweigerte die UBS etwa einem ihrer Kunden die Überweisung von 150 Euro an seine Schwiegermutter. In einem Bericht an die Uno schreibt die kubanische Regierung, sie hätte ihre Beiträge an die Internationale Telecom-Union und die Internationale Meteorologische Anstalt in Genf nicht bezahlen können, weil diese Konten bei der UBS hätten. Im Gegensatz zu den Ländern Iran, Burma, Sudan, Nordkorea und Syrien wurden gegen Kuba keine internationalen Sanktionen beschlossen. Einzig die USA haben das Land auf die rote Liste gesetzt.

(mhb)

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