Aktualisiert 21.01.2005 11:08

Grossbrand in AKW wegen Zigarette

Im ungarischen Kernkraftwerk Paks hat ein glimmender Zigarettenstummel einen Grossbrand ausgelöst. Es wurde die höchste Alarmstufe fünf ausgerufen.

Das Feuer habe gelöscht werden können, Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, teilte die AKW-Leitung am Freitag mit.

Auch die Technik des 100 Kilometer südlich von Budapest gelegenen Kraftwerks sei nicht erheblich beschädigt worden. Der Vorfall habe keine Gefahr für die Umgebung dargestellt. Dennoch sei die höchste Alarmstufe fünf ausgerufen worden.

Das Feuer war den Angaben zufolge am Donnerstagabend im Treppenhaus von Block zwei ausgebrochen. Dort habe ein glimmender Zigarettenstummel Materialien in Brand gesetzt, die für derzeit laufende Arbeiten zur Isolierung des Dachs benötigt wurden und im Vorraum des Treppenhauses gelagert waren. An der Stelle war das Rauchen offiziell gestattet.

Die rechtskonservative Oppositionspartei Fidesz erinnerte daran, dass in demselben Reaktorblock noch 3,6 Tonnen beschädigte Brennstäbe lagern, die von einem Störfall am 10. April 2003 stammen. Die Brennstäbe waren beim Reinigen beschädigt worden, konnten aber noch nicht entsorgt werden.

(sda)

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