Industriezone bei Genf: Kletterhalle steht in Vollbrand – Dach von Gebäude ist eingestürzt
Aktualisiert

Industriezone bei GenfKletterhalle steht in Vollbrand – Dach von Gebäude ist eingestürzt

Eine Kletterhalle in Meyrin-Satigny fing am Sonntagnachmittag Feuer. Zehn Personen, darunter ein Kind, mussten evakuiert werden. Die Feuerwehr rechnet damit, dass der Brand erst morgen vollständig gelöscht sein wird. 

Die Rauchwolke ist aus dem ganzen Kanton sichtbar.

20min/News-Scout

Darum gehts

Das Industriegebiet Meyrin-Satigny ist derzeit Schauplatz eines riesigen Brandes. Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer in der Kletterhalle «Grimper.ch» aus, deren Dach ist mittlerweile eingestürzt. 

«Der Brand begann gegen 16 Uhr», erklärte ein News-Scout gegenüber 20 Minutes, der die Szene von der Gärtnerei in Satigny aus beobachtet hatte. «Innerhalb von 15 Minuten ist alles eingestürzt und die Strasse ist blockiert.» Wie ein 20-Minutes-Reporter vor Ort berichtet, hat der Geruch von verbranntem Plastik die ganze Gemeinde Satigny überzogen, die dunkle Rauchwolke sei zudem aus dem ganzen Kanton sichtbar.

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Eine besondere Aufnahme bei der Landung im Flughafen Genf Cointrin.

Eine besondere Aufnahme bei der Landung im Flughafen Genf Cointrin.

20min/News-Scout
Die Rauchwolke über Genf ist sogar aus dem Flugzeug zu sehen, wie ein News-Scout schreibt.

Die Rauchwolke über Genf ist sogar aus dem Flugzeug zu sehen, wie ein News-Scout schreibt.

20min/News-Scout
In einem Industriegebiet in der Nähe von Genf ist am 17. April 2022 ein Grossbrand ausgebrochen. 

In einem Industriegebiet in der Nähe von Genf ist am 17. April 2022 ein Grossbrand ausgebrochen. 

20min/News-Scout

«Das Gebäude ist neu»

«Die Strukturen begannen sich zu biegen, dann stürzte alles ein. Das ist verrückt. Dabei ist das Gebäude doch neu, es wurde vor etwa zwei Jahren fertiggestellt», sagt Anne Revaclier, Verwaltungsrätin von Satigny und zuständig für Sicherheit. 

Zehn Personen aus Halle evakuiert

«Der erste Alarm wurde um 15.58 Uhr von Reitern ausgelöst, die Rauch auf dem Dach der Kletterhalle meldeten. Zu diesem Zeitpunkt haben wir die Verantwortlichen des Ortes angerufen, die noch nichts bemerkt hatten», erklärte Leutnant Nicolas Millot, Kommunikationsbeauftragter des Brand- und Rettungsdienstes (Service d'Incendie et de Secours, SIS) gegenüber 20 Minutes. «Sofort hat das Unternehmen die zehn Personen, die sich in dem Raum befanden, nach draussen gebracht, darunter ein Kind.» Niemand sei verletzt worden, berichtete die Feuerwehr.

Löscharbeiten bis tief in die Nacht

Die Glut fiel dann auf die Schaumstoffmatratzen, die normalerweise die Stürze der Kletterer abfedern, und verursachte anschliessend eine sehr starke Rauchentwicklung. «Unser erstes Ziel war es, das Feuer einzudämmen, vor allem wegen der starken Bise», beschrieb Millot. «Wir befürchteten, dass sich der Brand auf benachbarte Gebäude ausbreiten könnte, was glücklicherweise nicht der Fall war.»

Um 18.30 Uhr war der Brand laut Nicolas Millot unter Kontrolle, «aber wir werden wohl die ganze Nacht damit beschäftigt sein, die Restbrände zu bekämpfen». Die Feuerwehr hatte auch Vorkehrungen getroffen, um eine mögliche Verschmutzung der Wasserläufe in der Nähe des Industriegebiets zu verhindern.

Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrleute und 30 Fahrzeuge des SIS, aber auch die Flughafenfeuerwehr sowie Freiwillige aus den Gemeinden Satigny, Meyrin und Vernier im Einsatz. Am Sonntagabend blieb ein grosser Bereich um das Gebäude herum für den Flugverkehr gesperrt.

Der Brand, der sich praktisch auf einer der Anflugschneisen des Genfer Flughafens befand, hat den Flugverkehr laut der Direktion von Cointrin nicht beeinträchtigt.

Update folgt…

(pco/kle)

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