Aktualisiert 09.02.2015 10:26

Albisrieden

Grossbrand in Wohnung – «es war ein Inferno»

Bei einem Wohnungsbrand in Zürich-Albisrieden ist eine Frau ums Leben gekommen. Nachbarn sprechen von einem Inferno.

von
ale/wed
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Am Sonntag gegen 23.30 Uhr musste die Zürcher Feuerwehr mit einem Grossaufgebot ausrücken.

Am Sonntag gegen 23.30 Uhr musste die Zürcher Feuerwehr mit einem Grossaufgebot ausrücken.

Markus Heinzer, newspictures
Eine Anwohnerin informierte Schutz und Rettung, dass in der Liegenschaft Brahmsstrasse 65 brenne.

Eine Anwohnerin informierte Schutz und Rettung, dass in der Liegenschaft Brahmsstrasse 65 brenne.

Markus Heinzer, newspictures
Das Feuer konnte nach kurzer Zeit gelöscht und unter Kontrolle gebracht werden.

Das Feuer konnte nach kurzer Zeit gelöscht und unter Kontrolle gebracht werden.

Kurz nach 23 Uhr meldete eine Anwohnerin bei Schutz & Rettung, dass es in der Liegenschaft brenne. Beim Eintreffen der mit einem Grossaufgebot ausgerückten Feuerwehr stand eine Wohnung im zweiten Obergeschoss in Vollbrand. Das Feuer konnte nach kurzer Zeit gelöscht und unter Kontrolle gebracht werden.

Die Rettungskräfte entdeckten in der völlig zerstörten Wohnung eine tote weibliche Person. Ob es sich dabei um die Mieterin handelt, wird nun von der Stadtpolizei abgeklärt. Eine Nachbarin aus dem Haus gegenüber ist sich aber sicher: «Ich gehe davon aus, dass es die Mieterin ist – sie war nicht bei den evakuierten Personen letzte Nacht.» Die Frau sei rund 60 Jahre alt und habe zurückgezogen gelebt. «Ich weiss nur, dass sie gerne Blumen hatte und mehrere Katzen hielt», so die Nachbarin.

Holzofen als Brandursache?

Eine weitere Nachbarin berichtet von Inferno mit riesigen Flammen auf beiden Seiten des Hauses: «Es ging alles sehr schnell – es sah aus wie eine Explosion.» Sie habe auch einen Verdacht, wieso es zu dem Brand gekommen sei. «Der Grossteil der Wohnungen in dieser Siedlungen heizen noch mit Holzöfen», so die Nachbarin. Es hätte bereits in der Vergangenheit das eine oder andere Problem mit diesen alten Öfen gegeben.

Die Stadtpolizei Zürich konnte dies jedoch nicht bestätigen. Die Brandursache werde nun durch Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich und Brandermittler der Kantonspolizei Zürich ermittelt. Aufgrund erster polizeilicher Erkenntnisse steht ein Delikt nicht im Vordergrund.

Zehn Personen gerettet

Eine 33-jährige Hausbewohnerin wurde von der Feuerwehr über die Leiter gerettet und wegen der starken Rauchentwicklung zur Kontrolle ins Spital überführt. Sie konnte dieses inzwischen wieder verlassen. Zehn Personen, darunter vier Kinder, mussten evakuiert und in der Grossraum-Ambulanz betreut werden.

Es entstand ein Sachschaden von rund einer halben Million Franken, wie die Stadtpolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten.

(ale/wed/sda)

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