Sibirien: Grossbrand zerstört über 1000 Häuser – 15 Tote
Aktualisiert

SibirienGrossbrand zerstört über 1000 Häuser – 15 Tote

Das illegale Abbrennen von Steppengras hat in Sibirien verheerende Brände ausgelöst. Die Anzahl der Toten steigt, 2000 Menschen haben ihre Wohnungen verloren.

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Bei den verheerenden Wald- und Steppenbränden in Sibirien kamen mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen.

Bei den verheerenden Wald- und Steppenbränden in Sibirien kamen mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen.

Keystone/AP/Evgeny Yepanchintsev
Tausende Rettungskräfte und Helfer versuchen, die Brandherde unter Kontrolle zu bringen.

Tausende Rettungskräfte und Helfer versuchen, die Brandherde unter Kontrolle zu bringen.

Keystone/AP
Das Feuer hatte sich am Sonntag in Windeseile ausgebreitet und auf Dutzende Dörfer der Region im Süden Sibiriens übergegriffen.

Das Feuer hatte sich am Sonntag in Windeseile ausgebreitet und auf Dutzende Dörfer der Region im Süden Sibiriens übergegriffen.

Keystone/AP

Bei den verheerenden Wald- und Steppenbränden in Sibirien sind nach Angaben russischer Behörden mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Menschen mussten medizinisch versorgt werden, mehr als 1000 Häuser verbrannten.

Dies teilte die Regierung in der russischen Teilrepublik Chakassien mit. Republikchef Viktor Simin sprach in der Hauptstadt Abakan am Montag von einem Schaden von mehr als fünf Milliarden Rubel (rund 91 Millionen Franken).

«Unter den Verletzten gibt es acht, die in einem schwierigen Zustand sind. Vor allem geht es um Rauchvergiftungen und Verbrennungen», sagte die Sprecherin des örtlichen Gesundheitsministeriums, Anna Borodina, der Agentur Interfax zufolge. Insgesamt hätten 613 Menschen medizinische Hilfe beansprucht. Die nationale Ermittlungsbehörde in Moskau leitete ein Strafverfahren wegen Fahrlässigkeit ein.

Gefahr neuer Feuer

Mehr als 2000 Menschen hätten ihre Wohnungen verloren und seien nun vor allem bei Verwandten untergebracht, sagte der oberste russische Inspektor für Brandschutzfragen, Boris Borsow. Die Lage in der russischen Teilrepublik Chakassien sei unter Kontrolle. «Alle Brände sind heute gelöscht», sagte Borsow. Überall blieben aber Löschtrupps im Einsatz, weil die Gefahr neuer Feuer bestehe. Auch in anderen Teilen Sibiriens kam es zu Waldbränden, wie Agenturen meldeten.

Das Feuer hatte sich am Sonntag in Windeseile ausgebreitet und auf Dutzende Dörfer der Region im Süden Sibiriens übergegriffen. Dabei waren die meist aus Holz gebauten Häuser verbrannt. Unerlaubtes Abbrennen von Steppengras hatte zu dem grossen Flächenbrand geführt. Wegen der dramatischen Lage hatte das Verteidigungsministerium auch den Einsatz von 700 Soldaten sowie von Militärtechnik genehmigt. (sda)

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