Vulkanausbruch: Grossbritannien schickt Kriegsschiffe los
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VulkanausbruchGrossbritannien schickt Kriegsschiffe los

Erinnerungen an die Operation «Dynamo» 1940 in Dünkirchen werden wach: Die britische Marine holt gestrandete Passagiere in Frankreich heim.

von
whr
Auch der Flugzeugträger HMS Ark Royal bricht in Richtung Ärmelkanal auf.

Auch der Flugzeugträger HMS Ark Royal bricht in Richtung Ärmelkanal auf.

Die britische Regierung hat nach einer Krisensitzung beschlossen, durch die Aschewolke festsitzende Reisende mit Kriegsschiffen der Marine zurückzuholen. Die HMS Ocean, ein Amphibienschiff, solle noch am Montag am Ärmelkanal ankommen, teilte Premierminister Gordon Brown in London mit.

Auch der Flugzeugträger HMS Ark Royal solle dorthin aufbrechen. Zusammen können die beiden Schiffe tausende Briten transportieren, die in Frankreich gestrandet sind. Ein drittes Schiff sei nach Nordspanien unterwegs, um britische Soldaten zurückzubringen, die aus Afghanistan zurückgekehrt seien, fügte Brown hinzu. Die HMS Albion könne auch Zivilisten transportieren.

Private Initiative gestoppt

Eine private Aktion des britischen TV-Moderators Dan Snow, der gestrandete Touristen mit Schlauchbooten in Calais gratis abholen wollte, wurde von den französischen Behörden gestoppt. Snow wirft Frankreich vor, dass seine Hilfsaktion aus kommerziellen Gründen verboten wurde, wie guardian.co berichtet.

Grossbritannien war eines der ersten Länder, das nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans unter dem Eyjafjalla-Gletscher aus Sicherheitsgründen den Flugverkehr gestoppt hatte. Der britische Luftraum wurde bis mindestens 02.00 Uhr am Dienstag gesperrt. (whr/sda)

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