Aktualisiert 22.12.2007 11:12

Grosse Ernten, aber viele Krankheiten

Das Landwirtschaftsjahr 2007 war geprägt von einem sehr warmen Frühling und einem wechselhaft feuchten Sommer. Das wüchsige Wetter hat der Schweizer Landwirtschaft grosse Ernten und qualitative Probleme beschert.

Im Schnitt habe das Wetter beim Pflanzenbau zu grossen Ernten geführt, aber auch zu hohem Krankheitsdruck. Beim Getreide stellte der Auswuchs ein Problem dar: Beim backfähigen Weizen fiel die Ernte rund 20 Prozent tiefer aus als im Vorjahr. Die Kartoffeln waren von Fäulnis betroffen. Bei den Zuckerrüben konnten die Produzenten zwar eine Rekordernte verzeichnen, doch hatten sie mit Krankheiten wie der Wurzelfäulnis zu kämpfen.

Die heftigen Regenfälle im Sommer betrafen insbesondere die Berner Gemüseproduzenten. Beim Frischgemüse kam es regional zu grösseren Einbussen. Zum Teil sei eine ausreichende Marktversorgung verunmöglicht worden. Die Gesamtmenge beim frischen Gemüse war gemäss SBV aber recht gut. Auch beim Kernobst verzeichneten die Produzenten trotz Feuerbrand und grossflächigen Rodungen grosse Ernten.

In der Tierproduktion zeigten sich laut Bauernverband die meisten Märkte freundlich. Dabei profitierte der Nutztiermarkt vom Anziehen des Milchmarktes, so dass für Tiere zum Teil Rekordpreise erzielt wurden. Nach der Verunsicherung durch die Vogelgrippe im Vorjahr festigte sich das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in Geflügelfleisch wieder, so dass sich der Geflügelmarkt normalisierte.

Auf dem Milchmarkt stellte der SBV eine Trendwende fest: Weltweit stiegen die Preise für Milchpulver und Butter. Erfolgreich konnten die Schweizer Milchproduzenten Milchpreiserhöhungen fordern. (dapd)

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