Neue CD: Elephant Man - «Good 2 Go»: Grosse Klappe allein reicht nicht
Aktualisiert

Neue CD: Elephant Man - «Good 2 Go»Grosse Klappe allein reicht nicht

RAGGA DANCEHALL – Nicht erst seit Jean Pauls «Get Busy» tanzt die Welt zu einem neuen Soundgebilde: Ragga/Dancehall. Dieser Musikstil eroberte – obwohl eigentlich gar nicht neu – letzten Sommer den Erdball im Nu. So war Jean Paul in einem noblen Geschäft an New Yorks 5th Avenue genauso präsent wie an einer Party im Zürcher Kanzlei.

Ein jamaikanischer Landsmann will jetzt Jean Paul vom Dancehall-Olymp stossen: Elephant Man heisst er. Und eines kann man schon mal sagen: Wenn nur die flinke Zunge ausschlaggebend ist, gewinnt Elephant Man den Fight locker für sich. So erstaunt es nicht, dass er seine Stimme Missy Elliot und Mariah Carey auf deren Alben lieh. Zum Glück brauchts aber mehr als nur ein lockeres Mundwerk für ein gutes Album. Und dort sehen die Karten von Jean Paul denn auch schon wieder viel besser aus. Denn trotz Synthie-Wave-Retro-Elementen, harten Raps, Ska- und Salsa-Einflüssen bleibt Elephant Mans Album «Good 2 Go» über weite Strecken blass. Der Opener «Pon de River Pon de Bank» und zwei weitere Songs haben zwar Hitpotenzial bzw. dieses auch bereits bewiesen – trotzdem fehlt ein Killer-Track, dessen Melodie im Stile eines «Get Busy» nachgepfiffen werden könnte.

Ralph Hennecke

Elephant Man «Good 2 Go», Atlantic/VP Records/Warner Music

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