Grosser Gemeinderat Winterthur: Grosse Schwimmbad-Debatte
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Grosser Gemeinderat WinterthurGrosse Schwimmbad-Debatte

An seiner Sitzung vom Montag hat der Grosse Gemeinderat Winterthur ein Zeichen zur Erhaltung und Sanierung der städtischen Schwimmbäder gesetzt.

Ende Dezember 2006 wurde bei der Stadtverwaltung eine Volksinitiative zur Erhaltung und Sanierung der bestehenden Winterthurer Schwimmbäder eingereicht. Den Initianten ging es in erster Linie um den zeitgemässen Erhalt der Quartierbäder Geiselweid, Oberwinterthur, Töss, Wolfensberg und Wülflingen.

Der Grosse Gemeinderat hat jetzt dem Antrag des Stadtrats zugestimmt, wonach die Volksinitiative zur Erhaltung und Sanierung der bestehenden Bäder umgesetzt werden soll. Die fünf Freibäder bleiben erhalten und werden je nach Zustand schrittweise mit gebundenen Mitteln saniert. Der Grundsatzbeschluss untersteht dem fakultativen Referendum.

Erfolgreiche Sanierung

Bereits saniert wurden in den letzten Jahren die Quartierbäder Töss, Wülflingen, Wolfensberg und das Freibad Geiselweid. Sie hätten in den vergangenen Sommermonaten Tausenden von Gästen ein attraktives Badevergnügen ermöglicht, hielt der Stadtrat in seinem Antrag fest.

Als letztes Quartierbad wird das Schwimmbad Oberwinterthur im Winter 2011/2012 umfassend erneuert. Damit soll die Bevölkerung auch in Zukunft von einem attraktiven Bäderangebot mit einer zeitgemässen Ausstattung in allen fünf Quartierbädern profitieren können.

Neben den Freiluftbädern wird auch das Hallenbad Geiselweid erhalten und erneuert. Zuerst saniert wird das Flachdach. Später sollen auch die Garderoben, der Beckenumgang und die Gebäudehülle erneuert werden.

Einen schwereren Stand hatte der Planungs- und Projektierungskredit von 400 000 Franken für die geplanten Sanierungsmassnahmen im Schwimmbad Oberwinterthur. Dieses wurde 1959 erstellt. Die Technik des Bades ist veraltet und entspricht nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen.

Aufgrund des baulichen Zustandes ist eine Gesamtsanierung unumgänglich. Diese kostet rund acht bis 9.6 Millionen Franken. Aus Kostengründen wollte der Stadtrat eine schlanke Sanierung durchführen und unter anderem das bisherige Schülerbad aufheben.

Dagegen ist aus der Bevölkerung eine Initiative zustande gekommen, die das Schülerbad erhalten will. Der Gemeinderat hat sich jetzt ebenfalls dafür ausgesprochen, obwohl die zuständige Stadträtin Pearl Pedergnana davor warnte, dass das für das Schülerbad gesprochene Geld andernorts fehlen werde. (sda)

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