Chemiealarm: Grosseinsatz wegen gekipptem Chemie-LKW
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ChemiealarmGrosseinsatz wegen gekipptem Chemie-LKW

Ein umgekippter Sattelschlepper hat am Montagabend bei Seeberg für einen Grosseinsatz der Feuerwehr gesorgt. Aus dem Tank war eine vorerst unbekannte Flüssigkeit ausgetreten.

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mub/sda
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Am Montagabend kam es auf der Kantonsstrasse zwischen Seeberg und Herzogenbuchsee zu einem Selbstunfall eines Chemielastwagen.

Am Montagabend kam es auf der Kantonsstrasse zwischen Seeberg und Herzogenbuchsee zu einem Selbstunfall eines Chemielastwagen.

Felix Brodmann/newspictures
Der Chauffeur verlor aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab.

Der Chauffeur verlor aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab.

Felix Brodmann/newspictures
Verletzt wurde niemand: Der Lenker konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien.

Verletzt wurde niemand: Der Lenker konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien.

Felix Brodmann/newspictures

Am Montagabend ist in Seeberg ein Sattelschlepper mit chemischer Flüssigkeit umgekippt. Das Fahrzeug war auf der Bernstrasse unterwegs, als der Chauffeur im Bereich des Waldes «Hinderholz» die Herrschaft über sein Fahrzeug verlor und von der Fahrbahn abkam. Der LKW-Fahrer, der sich selbst aus der Fahrerkabine befreien konnte, blieb unverletzt.

Vor Ort stellten die alarmierten Rettungskräfte fest, dass ein mitgeführter 1000-Liter-Tank mit vorerst unbekannter Flüssigkeit Leck geschlagen war. Die Flüssigkeit wurde umgehend durch die Chemiewehr der Feuerwehr Langenthal gebunden und der beschädigte Tank ausgepumpt. Wie Abklärungen ergaben, handelte es sich bei der Flüssigkeit um Milchsäure-Nickelsulfat, weswegen für die Bevölkerung und die Umwelt keine Gefahr bestand.

Bergung gestaltete sich schwierig

Mit der Bergung des Sattelschleppers hatten die Einsatzkräfte allerdings ihre Mühe. So mussten ein Tieflader und ein Bergekran beigezogen werden, um das Fahrzeug wieder aufzurichten und abzutransportieren zu können.

Die Bernstrasse musste zwischen Oberönz und Seeberg während der achtstündigen Bergungsarbeiten in beide Richtungen gesperrt werden. Neben den 70 Angehörigen der Feuerwehren standen mehrere Patrouillen der Kapo Bern, ein Mitarbeiter des Amtes für Wasser und Abfall, sowie eine Ambulanz im Einsatz.

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