Zürich: «Grossen Respekt vor 1. Mai»

Aktualisiert

Zürich«Grossen Respekt vor 1. Mai»

Am Sonntag steht für Daniel Leupi die Feuerprobe als Polizeichef an. Er ist überzeugt, dass die Polizisten trotz Wirbel um den Bussenstreik motiviert sind.

von
lüs/rom

Daniel Leupi, zum ersten Mal werden Sie den Polizeieinsatz am 1. Mai zu verantworten haben – wie nervös sind Sie?

Daniel Leupi: Nervös bin ich nicht, aber ich habe grossen Respekt vor der Herausforderung, die die Polizei jeweils am 1. Mai zu bewältigen hat.

Wo und wie werden Sie den

1. Mai verbringen?

Selbstverständlich im Amtshaus 1 und in engem Kontakt mit der Einsatzleitung der Stadtpolizei.

Nach dem Ja zur Ausschaffungs-Initiative hatten Sie gegenüber Polizisten Verständnis für jene, die auf die Strasse gingen, geäussert. Werden Sie am Sonntag ähnliche Gefühle haben?

Der offizielle 1.-Mai-Umzug ist eine bewilligte Demonstration am internationalen Feiertag der Arbeiterbewegung, und er hat eine lange Tradition. Es ist das gute politische Recht der Teilnehmenden, an diesem Umzug mitzuziehen. Absolut kein Verständnis habe und hatte ich für Leute, die Krawall und Gewalt suchen.

Festnahme zweier Demonstranten am 1. Mai

Das Verhältnis zwischen Polizeikorps und Kommando ist getrübt und gipfelte jüngst im Bussenstreik – werden die Polizisten überhaupt motiviert in den Einsatz gehen?

Daran habe ich keine Zweifel! Die Stadtpolizei ist sich sehr wohl bewusst, dass Bevölkerung und Gewerbe der Stadt Zürich auf ihren vollen Einsatz zählen. (lüs/rom/20 Minuten)

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