Aktualisiert 29.09.2009 15:41

Armee

Grosser Andrang für die Winter-Rekrutenschule

Die Winterrekrutenschule beginnt am 26.Oktober mit einer Höchstzahl von Rekruten. Die dritte RS des Jahres ist am beliebtesten. Die Ausbildungsplätze sind darum überbucht. Nach Hause muss aber niemand. Ab dem 2. RS-Tag nämlich beträgt die Auslastung 95 Prozent.

Durch den Ansturm auf die Winter-RS kommt es regelmässig zu Engpässen bei der Infrastruktur, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) am Dienstag mitteilte. Das militärische Berufspersonal wird dadurch erheblich belastet.

Insgesamt sind aber für die Winter-RS 2009 die Ausbildungskapazitäten für die erwarteten 8000 Einrückenden optimal ausgenutzt. Ab dem 2. Tag dürften die 26 Rekrutenschulen zu rund 95 Prozent ausgelastet sein.

Das kommt zustande, weil bis zu einem Viertel der angehenden Rekruten ihren Dienstantritt zum Teil noch kurzfristig verschieben. Um die einzelnen Schulen optimal auslasten zu können, ist darum gemäss VBS sogar eine Überbuchung erforderlich. Dies führt aber dazu, dass am ersten RS-Tag ein Bestandsausgleich zwischen den Schulen notwendig wird.

Überbestände weist für die Winter-RS lediglich die Flieger-RS in Payerne VD auf. Dort wurden die Ausbildungsplätze vermindert. Um niemanden heimschicken zu müssen, sind Rekrutierungsoffiziere vor Ort, welche bei einer Umteilung helfen.

Dass die dritte RS des Jahres überbucht ist, liegt an Terminfaktoren wie dem Lehrabschluss, Studienbeginn und ähnlichem. Auf den Herbst rücken 40 Prozent der Rekrutierten in die RS ein. Auf den RS-Start im Frühling entfielen dieses Jahr 29 Prozent und auf jenen im Sommer 31.

Wären die Ausbildungskapazitäten vorhanden, würden sich noch mehr Rekrutierte für den Start im Herbst entscheiden. Das VBS versucht das Ungleichgewicht mit gezielten Massnahmen zu steuern. So machen die Kantone bereits bei der Rekrutierung auf die Engpässe im Herbst aufmerksam.

Dienstverschiebungen sind grösstenteils nur auf die Frühlings- und Sommer-RS möglich. Bei Überbelegung werden die Rekruten mehrheitlich mit ihrem Einverständnis einer Schule mit freien Plätzen zugewiesen. (sda)

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