Plastikgeld: Grosser Kreditkartenbetrug aufgedeckt
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PlastikgeldGrosser Kreditkartenbetrug aufgedeckt

Die US-Behörden haben den nach eigenen Angaben grössten Kreditkartenbetrug aller Zeiten aufgedeckt. Mehr als 130 Millionen Kartennummern seien von drei Computerhackern gestohlen worden.

Bei einer Verurteilung drohen den drei Männern bis zu je 35 Jahre Haft und hohe Geldstrafen. Die Angeklagten, ein 28-jähriger US-Amerikaner und seine zwei russischen Komplizen, hatten seit Oktober 2006 Hacker-Angriffe verübt. Dabei wendeten sie ausgefeilte Techniken an, um die Firewalls der Unternehmen zu umgehen.

Betroffen waren vor allem Kunden des Kreditkartendienstleisters Heartland Payment Systems und der Einzelhandelskette 7-Eleven. Beide Unternehmen hatten den Einbruch in ihre Zahlungssysteme bereits eingeräumt. Bislang war der Umfang des Datendiebstahls aber nicht bekannt.

Die gestohlenen Daten schickten die Hacker laut Staatsanwaltschaft an Computerserver in Lettland, den Niederlanden, den USA und in der Ukraine. Raffiniert habe das Team danach seine Spuren verwischt.

Bei dem angeklagten US-Bürger handelt es sich offenbar um einen notorischen Hacker. Er sitzt bereits im Gefängnis wegen ähnlicher Verbrechen. Kommenden Monat muss er sich in New York wegen eines weiteren Hacker-Angriffs auf das Netzwerk einer US-Restaurantkette vor Gericht verantworten. Ein weiterer Prozess gegen ihn soll kommendes Jahr beginnen. (sda)

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