Grosser Rat verlangt Schutz der Herbstmesse
Aktualisiert

Grosser Rat verlangt Schutz der Herbstmesse

Die «Mäss» soll
geschützt werden: Der
Grosse Rat hat gestern
zur Freude von Oskar
Herzig dessen Initiative
an die Regierung
weitergeleitet.

Die bisher geltenden Verordnungen seien veraltet: Dagegen will die Initiative «Zum Schutz der Basler Herbstmesse» vorgehen. «Mit dem Neubau wird der Messeplatz massiv verändert», sagt Schausteller und SVP-Grossrat Herzig (57). Er verlangt ein Konzept für die Zeit nach dem neuen Kopfbau sowie verbindliche Zusagen über verfügbare Plätzen und allfällige Alternativen.

Nun hat der Regierungsrat zwei Jahre Zeit, einen Bericht zu verfassen. «Sie wollen aus eigenem Interesse schnell handeln», sagt Herzig. Mit der Umstrukturierung wird künftig das Präsidialdepartement für die Herbstmesse verantwortlich sein. Herzig hofft, dass der Bericht Anfang 2009 vorliegt.

Sind Sie zufrieden mit den Bedingungen an der «Mäss»?

Roger Frey (67), Niggis Seifehysli

Ich finde es schlecht, dass immer mehr Auswärtige an der Messe teilnehmen. Schweizer kommen etwa auf der Wiesn

in München ja auch nicht rein. Früher hatten die Basler Priorität – das ist heute nicht mehr so.

Silvia Habegger (47), Confiserie Jeker

Unser Familienunternehmen ist seit 1939 an der Messe und hat den Platz auch schon nicht gekriegt. Da ist die Enttäuschung gross. Aber in der Not würde ich auch einen anderen Standort als die Rosentalanlage in Kauf nehmen.

Harry Corbière (49), Rutschbahn Circus

Ich bin in der zweiten Generation Schausteller. Da es in der Schweiz zwei Rutschbahnen gibt, können wir nur jedes zweite Jahr nach Basel. Die Plätze sollen erhalten und die Messe nicht in die Peripherie verbannt werden.

Anna Luethi

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