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Grosser St. Bernhard: «Streetluge»-Fahrer ausgebremst

Mit über 60 km/h flitzen sie die Strassen runter und nennen ihr Fahrzeug «Streetluge», eine Art Schlitten auf Rädern. Drei von ihnen sind am Sonntag auf der Passstrasse des Grossen St. Bernhard von der Polizei angehalten worden.

Mehrmals waren sie von der Passhöhe bis zum Tunnelportal runtergefahren, bevor die Walliser Kantonspolizei ihr Treiben stoppte. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden die drei Männer aus der Waadt im Alter von 18, 19 und 23 Jahren verzeigt. Zum Zeitpunkt der «Streetluge»-Abfahrten habe dichter Verkehr geherrscht.

Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte, war dies der erste Vorfall dieser Art im Wallis. Es habe seines Wissens im Kanton auch noch nie einen Wettkampf auf einer abgesperrten Strasse gegeben.

Ein Blick auf einschlägige Websites zeigt, dass «Streetluge» vor allem in den USA, Deutschland, Skandinavien, Brasilien und Chile Anklang findet. Aber auch Schweizer tun mit. Einer von ihnen führt zurzeit die World Cup Series an.

Der Strassenschlitten sieht wie zwei hintereinander gehängte Rollbretter aus. Die Skateboards sind mit einer Platte zum Draufliegen verbunden. Die Fahrer liegen wie beim olympischen Rodeln auf dem Rücken. Bremsen können sie nur mit den Füssen.

(sda)

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