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StrellsonGrosser Wirbel um kleine Messer in Schweizer Jacken

Die britische Presse greift gegen die Schweizer Kleidermarke Strellson zum Zweihänder. Grund: Die Swiss-Cross-Weste enthält einen Sackhegel.

von
Andy Fischer

Die Jacke gehört seit Jahren zu den Verkaufsschlagern der Firma mit Sitz im thurgauischen Kreuzlingen. Der Gag: Sie ist mit einem Sackmesser der Schweizer Traditionsmarke Victorinox ausgerüstet.

Für das Revolverblatt «The Sun» Grund genug, gegen die Warenhaus-kette TK Maxx, die die Jacke in Grossbritannien vertreibt, scharf zu schiessen. «Jeder Teenager, der so eine Jacke kauft, wird gleichzeitig mit einem gefährlichen Messer ausgerüstet», schrieb die Zeitung, worauf sich zahlreiche weitere englische Medien auf die Story stürzten. Die «Sun» zittierte in ihrem Artikel Joan Holland, deren Sohn Andrew im vergangenen Jahr mit einem Messer erstochen worden war: «Schrecklich – die fördern solche tödlichen Attacken.»

«Dieser Wirbel überrascht mich sehr», so Strellson-Sprecher Andreas Oettmeier gegenüber 20 Minuten. Bis jetzt habe es noch nie Probleme mit diesem Produkt gegeben.

Das Pressegewitter blieb nicht ohne Wirkung – TK Maxx hat die Jacke nun aus dem Sortiment genommen. Begründung: Mit der Jacke könnten Minderjährige ein Messer kaufen. Das verstosse gegen geltendes Recht.

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