Grosses Echo für «Last Call»
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Grosses Echo für «Last Call»

Dutzende von Jugendlichen, die im Sommer die Schule abgeschlossen haben, sind am Dienstagnachmittag ins Zürcher Berufsinformationszentrum (BIZ) gepilgert.

Sie folgten dem «Last Call» zu einer Ausbildung oder einer Überbrückungslösung.

«Ich kann am Montag anfangen!», strahlt ein 16-Jähriger und schwenkt ein weisses Blatt Papier. Soeben hat er die Zusage für ein Praktikum als Maler bekommen. Maler - das wollte er sowieso werden.

Im Sommer hat er die obligatorische Schulzeit mit einem Sek-C- Abschluss beendet. Trotz rund 50 Bewerbungen und einigen Schnupperlehren habe es nie geklappt. Nun hat er neue Hoffnung. Vom Praktikum zur Lehre - zumindest zur zweijährigen Attestlehre - ist kein weiter Weg.

Ein Mädchen, auch sie Sek-C-Absolventin, ist noch nicht so weit. Sie wartet noch auf das Abklärungsgespräch mit den Berufsberatern des Laufbahnzentrums Zürich.

Am liebsten möchte sie etwas «in Richtung Hauswirtschaft» machen. Auch sie hat sich erfolglos Dutzende Male beworben. Nun nimmt sie jedes Angebot an, sagt sie - Hauptsache, sie müsse nicht mehr «zu Hause herumhocken».

Unkomplizierter Kontakt

Das Abklärungsgespräch steht nach dem «Check in» der Ankommenden auf dem Programm. Dabei geht es um deren aktuelle Situation und die in Frage kommenden offenen Angebote. Vor den Tischen bilden sich Trauben wartender Jugendlicher.

Nach der Abklärung werden die Jugendlichen in einen der beiden angrenzenden Räume gewiesen. Dort warten Vertreterinnen und Vertreter der verschiedensten Brückenangebote, die noch freie Plätze haben.

Projektleiter Fredy Christen ist nach eigenen Worten überwältigt vom grossen Echo. Erwartet habe er rund 50 Interessierte - diese Zahl war nach einer Stunde schon erreicht. Und soeben habe eine Firma ein Fax geschickt, die noch zwei Praktikumsplätze frei habe.

«Last Call», das am Dienstagnachmittag stattfand, ist ein Angebot des Laufbahnzentrums der Berufsberatung der Stadt Zürich. Es wandte sich an die rund 120 Schulabgängerinnen und Schulabgänger der Stadt, die noch keine Anschlusslösung gefunden haben. Ähnlich einem Marktplatz bot sie Suchenden und Anbietenden Gelegenheit zum unkomplizierten direkten Kontakt.

(sda)

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