Leichtathletik-WM: Grosses Kontingent, doch kaum Medaillenchancen
Aktualisiert

Leichtathletik-WMGrosses Kontingent, doch kaum Medaillenchancen

Die Schweiz tritt mit einem Rekordteam an der WM in Doha an – für Mujinga Kambundji sind die Aussichten am besten.

von
Monica Schneider
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Inmitten der Klimadebatten findet in Katar eine Leichtathletik-WM statt.

Inmitten der Klimadebatten findet in Katar eine Leichtathletik-WM statt.

Getty Images/Maja Hitij
Die 17. Leichtathletik-WM ist wohl die umstrittenste Veranstaltung bisher.

Die 17. Leichtathletik-WM ist wohl die umstrittenste Veranstaltung bisher.

Fabrizio Bensch
In Doha herrschen Temperaturen bis zu 40 Grad.

In Doha herrschen Temperaturen bis zu 40 Grad.

Getty Images/Maja Hitij

Die Leichtathletik-WM, die noch nie später stattfand und viele Schweizer Athletinnen und Athleten bereits in der Olympiavorbereitung für Tokio 2020 beeinträchtigt, beginnt heute. Swiss Athletics ist mit 16 Frauen und 6 Männern vertreten – das sind so viele wie nie zuvor. In London vor zwei Jahren waren es noch 19 gewesen, und die Bilanz war mit vier Finalplätzen und fünf Top-Ten-Rangierungen die erfolgreichste seit den 1980er-Jahren.

Obwohl das Schweizer Kontingent so gross ist wie nie, wird niemandem eine Medaillenchance eingeräumt. Stabhochspringerin Nicole Büchler, die Routinierteste mit der sechsten WM-Teilnahme, sagte sehr treffend: «Ich muess Schwein ha.» Und meinte damit: um den Final (der besten 12) zu erreichen.

Was liegt drin?

Viele Schweizer taten sich schwer mit dem Formaufbau, so beispielsweise 800-m-Läuferin Selina Büchel, Hürden-Europameisterin Lea Sprunger oder Sprinterin Mujinga Kambundji. Sie und andere schlingerten mehr recht als gut durch den Sommer. Auf einen aussichtsreichen Weg zurückgekämpft hat sich Kambundji, deren Saisonverlauf spät, aber doch noch einem Steigerungslauf glich und an den nationalen Meisterschaften in der herausragenden Zeit von 11,00 Sekunden über 100 m gipfelte. «Wir konnten in Belek unter besten Bedingungen trainieren, ich denke, dass ich noch ein wenig fitter bin», sagte sie. Sie habe sehr viel Selbstvertrauen.

In der Liste der gemeldeten Athletinnen liegt sie über 100 m an 7. Stelle, über 200 m sogar an 6. Aus solch aussichtsreicher Position ist die Bernerin noch nie in eine WM gestartet.

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