Bundesrat in Luzern – «Mir war es extrem wichtig, dem Gesundheitsminister zu danken»

Bundesrat in Luzern«Mir war es extrem wichtig, dem Gesundheitsminister zu danken»

Der Bundesrat mischt sich am Mittwoch im Verkehrshaus in Luzern unters Volk. Nach Drohungen und Gewaltaufrufen in den sozialen Medien sind die Sicherheitsvorkehrungen hoch.

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Mittwoch, 13.10.2021

Berset und erste Anwesende verabschieden sich

Alain Berset hat das Verkehrshaus per Auto innerhalb eines Konvois verlassen. Erste Anwesende verabschieden sich und der Raum leert sich allmählich. 20 Minuten beendet damit die Live-Berichterstattung, wird aber an dieser Stelle laufend über weitere Vorkommnisse berichten.

Gespräch von Mass-Voll-Mitglied mit Bundesrat gescheitert.

Auch Massnahmenkritiker mit Zertifikat hatten am Apéro teilgenommen. Der 23-jährige Michael wollte mit Bundesrat Alain Berset ins Gespräch kommen. Dieses kam aber laut seinen eigenen Angaben nicht zustande, weil zeitgleich Personenkontrollen durch die Polizei stattfanden.

Hintereingang geräumt

Die Sicherheitskräfte müssen die anwesenden Demonstrierenden wegdrängen.

Berset verlässt den Saal

Alain Berset verlässt dicht begleitet von seiner Security den Raum. Es wird vermutet, dass er nach Bern zurück kehrt. Er wird um 15.30 Uhr die Entscheide der heutigen Bundesratssitzung verkünden.

Auskunft nur an Privatpersonen

Die Bundesräte beantworten an diesem Anlass keine Fragen von Medienschaffenden. Sie wollen sich ausschliesslich auf die anwesende Bevölkerung konzentrieren.

Weiterer Dank eines Anwesenden

Auch der 22-jährige Philipp Schumacher aus Luzern hat dem Gesundheitsminister gedankt. Er sei zwar vorher sehr nervös gewesen, aber Berset habe so wohlwollend auf ihn reagiert.

Rentner dankt Berset

Der pensionierte Jacques Pfister war der Erste, der mit Bundesrat Alain Berset sprechen konnte. Auf Nachfrage von 20 Minuten sagte er, dass es ihm extrem wichtig war, dem Gesundheitsminister für seine Arbeit zu danken. «Man hört nur das Negative, das andere kommt nicht so zur Sprache», so Pfister. Ein Gläschen Wein habe etwas Mut gegeben, mit dem Gesundheitsminister zu reden.

20min

Massnahmenkritiker blockieren Eingang

Dutzende Personen versammeln sich vor dem Lieferanteneingang. Eine Person mit einer Fahne des Vereins Mass-Voll positioniert sich direkt vor dem Tor.

Gesundheitsminister erhält Lob

Bundesrat Berset kommt mit den Anwesenden ins Gespräch, mehrere davon danken ihm für sein Pandemiemanagement.

20min

Bundesräte sind eingetroffen

Bundespräsident Guy Paremlin und seine Ratskollegen sind im Verkehrshaus Luzern angekommen.

20min

Sie wurden mit Autos direkt auf einen Platz vorgefahren und haben das Museum durch einen Hintereingang betreten.

Polizei riegelt Strasse zu Seiteneingang ab

Ein Team der Polizei sperrt einen Seiteneingang des Verkehrshauses grossräumig ab und bringt sich in Stellung. Sie sind mit Schutzmasken, Gummischrot und Tränengas ausgerüstet.

20min

Verkehrshaus füllt sich

Das Verkehrshaus füllt sich. Es dürften rund 100 bis 200 Personen anwesend sein. Laut unseren Reportern vor Ort müssen alle am Eingang ihre Taschen zeigen.

Menschenansammlung vor dem Verkehrshaus

Mittlerweile sind mehrere Massnahmen-Kritiker und Massnahmen-Kritikerinnen auf dem Privatareal vor dem Verkehrshaus eingetroffen. Die Reporter vor Ort halten es für möglich, dass es zu Wegweisungen kommen wird, sollte die Menschenansammlung grösser werden.

Auch «Mass-voll!» ist vor Ort

Ein Banner der Bewegung «Mass-voll!» vor dem Verkehrshaus Luzern.

Ein Banner der Bewegung «Mass-voll!» vor dem Verkehrshaus Luzern.

20min/Luca La Rocca

Grosses Medieninteresse

Das Medieninteresse am Bundesratsbesuch ist gross.

Das Medieninteresse am Bundesratsbesuch ist gross.

20min/Luca La Rocca

Massnahmen-Kritiker nervt sich über Zertifikatspflicht

Das Verkehrshaus Luzern hat mehrere Personen ohne Zertifikat abgewiesen. Einer davon ist Adrian Scola. Der Massnahmen-Kritiker nervt sich: «Ich dachte, das ist ein politischer Event, der ohne Zertifikat erlaubt ist.» Gerne hätte er mit dem Bundesrat diskutiert, sagt Scola zur Redaktion – «ich bin mit der Corona-Politik nicht einverstanden.»

Weitere Massnahmen-Kritikerin eingetroffen

Eine Massnahmen-Kritikerin in Luzern.

Eine Massnahmen-Kritikerin in Luzern.

20min/Luca La Rocca

Auch Rimoldi ist in Luzern

Auch Nicolas A. Rimoldi ist in Luzern. Auf die Frage, ob er eine Störaktion gegen den Bundesrat plane, sagt der Massnahmen-Kritiker gegenüber 20 Minuten: «Wir sind jetzt einfach mal hier und warten.» Er erwarte, dass sich der Bundesrat auch den Fragen des Teils der Bevölkerung stelle, die kein Zertifikat hat. «Wir stehen hier draussen.»

20min/Luca La Rocca

Polizei sichert Verkehrshaus

Während der Bundesrat noch im Konservatorium in Kriens tagen, treffen die ersten Polizeikräfte am Verkehrshaus Luzern ein. Dort wird um 12.30 ein Apéro mit der Bevölkerung stattfinden.

20min/Simon Glauser

Parmelin ruft zu Respekt auf in schwierigen Diskussionen

Guy Paremlin betonte in seiner Rede, dass gerade jetzt Treffen mit der breiten Bevölkerung für die Bundesregierung wichtig seien. «Das gibt Gelegenheit, um auch ruhigere Stimmen zu hören», so der Bundespräsident.

Zudem beantwortete er an der kurzen Medienkonferenz auch Fragen von Medienschaffenden.

Auf die Frage, was der Bundespräsident zu den Demonstrierenden sagen würde, antwortet Parmelin: «Das Recht für Kundgebungen ist in der Schweiz garantiert. Jeder hat das Recht auf die freie Meinungsäusserung, aber andere angreifen und drohen ist schlicht inakzeptabel.»

Wie geht der Bundespräsident mit dem Hass um, der ihm derzeit entgegenschlägt?

«Viermal im Jahr stimmen wir über alle möglichen Themen ab und führen schwierige Debatten. Ich habe das am eigenen Leib erlebt bei der Pestizidinitiative, da gab es Entgleisungen. Ich hatte mehrmals aufgerufen zu Respekt. Man muss nicht mit anderen Überzeugungen einverstanden sein aber man muss die Personen respektieren», so Parmelin.

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