Syngenta, Lonza, Hamilton - Grossfirmen lassen Angestellte nur mit Covid-Zertifikat zurück ins Büro
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Syngenta, Lonza, HamiltonGrossfirmen lassen Angestellte nur mit Covid-Zertifikat zurück ins Büro

Mitarbeitenden ohne Zertifikat bleibt vielerorts weiterhin nur das Homeoffice. Noch halten sich viele Betriebe zurück, doch die Einschränkungen dürften zunehmen.

von
Patrick McEvily
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Bei mehreren Grosskonzernen muss man das Covid-Zertifikat vorlegen, um an den Arbeitsplatz zurückkehren zu können.

Bei mehreren Grosskonzernen muss man das Covid-Zertifikat vorlegen, um an den Arbeitsplatz zurückkehren zu können.

20min/Karina Romer
So etwa beim Basler Agro-Riesen Syngenta.

So etwa beim Basler Agro-Riesen Syngenta.

20min/Michael Scherrer
Auch die Nachbarin, Lonza, verlangt von den Angestellten in Basel das Zertifikat.

Auch die Nachbarin, Lonza, verlangt von den Angestellten in Basel das Zertifikat.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Nach der ausgeweiteten Zertifikatspflicht für Restaurants, beginnen nun auch immer mehr Unternehmen nach dem QR-Code zu fragen.

  • Grosskonzerne wie Syngenta oder Lonza lassen beispielsweise nur zurück ins Büro, wer seine Genesung, Impfung oder ein negatives Testresultat vorweisen kann.

  • Andere Firmen halten sich noch zurück. Sie befürchten eine Spaltung der Belegschaft.

In Restaurants und Fitnesscentern ist es seit Montag Pflicht: das Covid-Zertifikat. Nun beginnt auch der Wind in den Schweizer Büros zu drehen, wie die Tamedia-Zeitungen (Bezahlartikel) berichten. Bei mehreren Grosskonzernen darf nur noch dorthin zurück, wer eines der drei Gs (Genesen, Getestet, Geimpft) erfüllt und somit ein Zertifikat vorweisen kann. So etwa bei den Basler Unternehmen Lonza und Syngenta. Beide bieten ihren Mitarbeitenden dafür kostenlose Tests an. Das Zertifikat können die Syngenta-Angestellten etwa einmalig beim hauseigenen Werkdienst registrieren lassen.

Wegfallende Maskenpflicht oder eingeschränkter Zutritt zur Kantine

Einige Betriebe lassen zwar weiterhin jeden und jede zur Arbeit kommen, werden aber kreativ, was die Gestaltung von einzelnen Bereichen betrifft. So etwa die Bündner Firma Hamilton, welche Medizinalprodukte herstellt. Dort dürfen Mitarbeitende, welche das Covid-Zertifikat vorweisen, auf das Tragen einer Maske am Arbeitsplatz verzichten. «Wer das Zertifikat nicht zeigen will oder keines hat, muss weiter mit Maske arbeiten», erklärt eine Sprecherin der Zeitung. Ähnlich wie Hamilton verhält sich der Kanton Zürich. Dortige Verwaltungsangestellte können ebenfalls auf die Maske verzichten, wenn sie ein Zertifikat oder die Teilnahme an einem Pooltest belegen können.

Sowohl bei Lonza als auch bei Syngenta bleibt das Homeoffice weiterhin eine Möglichkeit für all diejenigen, die kein Zertifikat vorweisen können oder wollen. Weil die Lonza in seinem Werk in Visp VS viele Mitarbeitende beschäftigt, die aufgrund ihrer Rolle nicht von zu Hause aus arbeiten können, gilt die Regel zudem nur für den Hauptsitz in Basel.

Die meisten Unternehmen scheuen derzeit jedoch noch davor zurück, ihre Mitarbeitenden nach dem Status zu fragen. «Wir fürchten eine Spaltung in der Belegschaft, wenn wir die Offenlegung des Zertifikats verlangen würden», erklärt ein Insider den Tamedia-Zeitungen. Beschränkungen gibt es dennoch einige. Bei den Grossbanken UBS, CS und ZKB muss man das Covid-Zertifikat beispielsweise beim Betreten von  Betriebsmensen vorweisen, welche auch externen Personen zugänglich sind. Dasselbe gilt auch für den Zutritt zu grösseren Mitarbeiter-Veranstaltungen. Novartis und ABB erklären auf Anfrage, dass sie derzeit noch keine Regelungen bezüglich des Zertifikats kennen bzw. dessen Einsatz noch prüfen würden.

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