Ostermundigen BE: Grosskontrolle bei Cars verärgert Passagiere
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Ostermundigen BEGrosskontrolle bei Cars verärgert Passagiere

Am Wochenende kontrollierte die Berner Polizei mehrere Busse – und entdeckte so einiges. Eine Leser-Reporterin ist allerdings empört über das Vorgehen.

von
bho
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Zusammen mit dem Zoll und dem Grenzwachtkorps kontrollierte die Kantonspolizei Bern am Wochenende den grenzüberschreitenden Personentransport. Reisecars, Kleinbusse und Lieferwagen wurden von den Autobahnen im Raum Bern ins Schwerverkehrszentrum Mösli in Ostermundigen gelotst, wo Fahrzeuge, Ladung und Passagiere überprüft wurden.

Zusammen mit dem Zoll und dem Grenzwachtkorps kontrollierte die Kantonspolizei Bern am Wochenende den grenzüberschreitenden Personentransport. Reisecars, Kleinbusse und Lieferwagen wurden von den Autobahnen im Raum Bern ins Schwerverkehrszentrum Mösli in Ostermundigen gelotst, wo Fahrzeuge, Ladung und Passagiere überprüft wurden.

Leser-Reporter
Die Reisenden erhielten eine Nummer, damit das Gepäck nicht verloren geht.

Die Reisenden erhielten eine Nummer, damit das Gepäck nicht verloren geht.

Leser-Reporter
Die Kontrollen stiessen einigen Betroffenen sauer auf. Eine Frau bezeichnet das Vorgehen der Polizei als «Frechheit» und wirft den Beamten gar «unmenschliches Verhalten» vor. Sie wollte am Car-Terminal ihre Schwägerin und deren Tochter abholen, wie sie 20 Minuten erzählt.

Die Kontrollen stiessen einigen Betroffenen sauer auf. Eine Frau bezeichnet das Vorgehen der Polizei als «Frechheit» und wirft den Beamten gar «unmenschliches Verhalten» vor. Sie wollte am Car-Terminal ihre Schwägerin und deren Tochter abholen, wie sie 20 Minuten erzählt.

Leser-Reporter

Zusammen mit dem Zoll und dem Grenzwachtkorps kontrollierte die Kantonspolizei Bern am Wochenende den grenzüberschreitenden Personentransport. Reisecars, Kleinbusse und Lieferwagen wurden von den Autobahnen im Raum Bern ins Schwerverkehrszentrum Mösli in Ostermundigen gelotst, wo Fahrzeuge, Ladung und Passagiere überprüft wurden.

Die Kontrollen stiessen einigen Betroffenen sauer auf. Eine Frau bezeichnet das Vorgehen der Polizei als «Frechheit» und wirft den Beamten gar «unmenschliches Verhalten» vor. Sie wollte am Car-Terminal ihre Schwägerin und deren Tochter abholen, wie sie 20 Minuten erzählt. Die Schwägerin habe ihr jedoch berichtet, dass die Berner Polizei «wie wild» in Ostermundigen Personen durchsuchen würde. Über den Grund der Kontrolle habe man die Leute zudem nicht informiert.

«Drogenspürhunde kontrollierten die Reisenden»

Laut der betroffenen Person durchsuchte die Polizei Familien mit kleinen Kindern samt Gepäck und setzte dabei auch Drogenspürhunde eingesetzt. «Die ganze Aktion dauerte über zwei Stunden», berichtet die Leser-Reporterin. Die Polizei habe sogar Nummern verteilt, die sich die Wartenden ans Handgelenk binden mussten, was die Frau als entwürdigend empfand.

Dominik Jäggi, Sprecher der Kantonspolizei Bern, sagt zum Ablauf der Kontrolle: «Die kontrollierten Leute wurden über den Ablauf genau informiert und es wurde ihnen der Grund der Kontrolle erläutert.» Bei den Passagieren seien Identitätsüberprüfungen, Ausweis- und Gepäckkontrollen durchgeführt worden. «Die eingesetzten Notengeld- und Drogenspürhunde haben aber ausschliesslich Sachen und Gepäck durchsucht», betont Jäggi.

Im Durchschnitt habe die Überprüfung eines Cars zirka eineinhalb Stunden gedauert, so Jäggi: «In ein bis zwei Fällen dauerte es etwas länger, weil etwa Gepäck im Bus gefunden wurde, das keinem Passagier zugeordnet werden konnte.» Die Polizei hinderte drei Cars an der Weiterfahrt, weil den Chauffeuren die nötige Fahrberechtigung fehlte oder der Ruhezeit nicht eingehalten wurde. «Die betroffenen Reisenden wurden von der Polizei betreut und es wurden Transfers zum Bahnhof organisiert.»

«Rund zehn Prozent der Kontrollierten mit Widerhandlungen»

Insgesamt wurden an beiden Tagen 17 Reisecars und fünf Kleinbusse beziehungsweise Lieferwagen, deren Ladung sowie insgesamt mehr als 240 Personen mit ihren Gepäckstücken kontrolliert. Gemäss Jäggi sind solche Kontrollen wichtig. Er hält fest: «Rund zehn Prozent der Kontrollierten begingen in diesem Fall eine Widerhandlung.»

Registrierte Verstösse waren unter anderem das Mitführen von unangemeldeten Waren, Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz oder Drogenbesitz. Im Rahmen der Kontrollen konnte die Kantonspolizei Bern zudem eine Person anhalten, die ausgeschrieben war.

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