Luzern: Grossstadtrat stellt sich hinter Guuggenmusigen
Aktualisiert

LuzernGrossstadtrat stellt sich hinter Guuggenmusigen

Die intensiveren Ausschankkontrollen während der Fasnacht sorgen im Grossstadtrat für Verwirrung. Gestern wurde dem Stadtrat aufgetragen, hier Klarheit zu schaffen.

Guuggenmusigen verpflegen sich auf dem eigenen Wagen. (Foto: Manuel Huber)

Guuggenmusigen verpflegen sich auf dem eigenen Wagen. (Foto: Manuel Huber)

Die Stadt will den Ausschank von Getränken intensiver kont­rollieren. Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer betonte zwar, nur gegen illegale Bars mit kommerziellen Absichten vorgehen zu wollen. In der Antwort zu einem SVP-Vorstoss hält der Stadtrat jedoch fest, dass auch der Verkauf gegen einen Gönnerbeitrag – wie es bei vielen Guuggen­musigen gehandhabt wird – illegal ist. Zu reden gab zudem das geplante Depotsystem, das für mehr Sauberkeit sorgen soll.

Bei den Bürgerlichen sorgt die Ankündigung vermehrter Kontrollen und das neue Depotsystem für Kopfschütteln: «Diese bürokratischen Massnahmen schiessen am Ziel vorbei», sagt Werner Schmid (SVP) klar. Die Fasnacht könne nicht mit einem Luzerner Fest verglichen werden – eine Überreglementierung mache die Fasnacht kaputt.

Auch die Grünen stossen ins gleiche Horn: «Es ist nicht richtig, kreative Fasnachtsgruppen zu bestrafen, die durch den günstigen Verkauf von Kaffee-Schnaps einen Teil ihrer Unkosten zu decken versuchen», so etwa Korintha Bärtsch. Für nächstes Jahr brauche es daher eine klare Lösung. Der Vorstoss der SVP, der dies verlangt, wurde gestern mit einer ­knappen Mehrheit dem Stadtrat überwiesen. (20 Minuten)

Deine Meinung