Aktualisiert 14.07.2009 17:36

UBSGrübel: Der Bank gehts besser

UBS-Chef Oswald Grübel sieht die UBS heute in ruhigeren Fahrwassern als noch in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Trotz eines erwarteten erneuten Verlusts im 2. Quartal habe sich das operative Geschäft verbessert.

Der neue Quartalsverlust sei zu einem guten Teil auf geringere Risikoaufschläge für eigene Verbindlichkeiten zurückzuführen, schreibt Grübel in einer internen Mitteilung an die UBS-Mitarbeiter, die am Dienstag der Nachrichtenagentur SDA vorlag. Dies führe zu buchhalterischen Verlusten, obwohl es ein Zeichen für die verbesserte Kreditwürdigkeit der Grossbank sei, erklärte Grübel.

Zudem lasteten auch die Kosten für die laufende Restrukturierung auf der UBS-Rechnung. Das operative Geschäft habe sich verglichen mit dem Vorquartal aber verbessert, schreibt Grübel. Seine Worte verdeutlichen, dass die UBS Verluste und Abschreibungen auf faulen Papieren verringern und den Bestand an gefährlichen Risikopapieren weiter reduzieren konnte.

Weiter Geldabfluss

Allerdings sei weiter Kundengeld abgeflossen, was Grübel aber nicht in konkrete Zahlen fasst. Die laufende Neuausrichtung der Bank komme plangemäss voran. Im Rechtsstreit in den USA begrüsst Grübel die nun angelaufenen Gespräche auf Regierungsebene zwischen Bern und Washington.

Wichtigstes Ziel der UBS sei aber die Steigerung der Ertragskraft, schärft Grübel den Mitarbeitern ein. Die UBS hat Ende Juni angekündigt, ihre Kapitalbasis im Rahmen einer erneuten Kaptialerhöhung um 3,8 Mrd. Fr. zu erhöhen, was die Kernkapitalquote (Tier-1-Ratio) von 10,5 Prozent auf über 12 Prozent hebt.

Zahlen am 4. August

Die Zahlen zum Verlauf des zweiten Quartals 2009 legt die UBS am 4. August vor. Analysten gehen davon aus, dass der Verlust zwischen 1,5 und 2 Mrd. Fr. liegen wird. Im ersten Quartal 2009 hatte die UBS 2 Mrd. Fr. Verlust geschrieben.

(sda)

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