Aktualisiert 05.08.2008 19:34

USAGrüne Fee aus der Schweiz beliebt

Absinth ist das neue Trendgetränk in den USA. Die Brenner aus der Schweiz profitieren.

von
Christian Iten

Bis vor einem Jahr war Absinth in den USA verboten. Nun hat sich das stark alkoholhaltige Anis-Getränk jene Stadt zurückerobert, in der es einst so populär war: In den Bars von New Orleans «ölen» sich immer mehr Amerikaner ihre Kehlen mit Absinth. Das neue Trendgetränk hat dort aber seinen Preis: In manchen Bars bezahlt man stolze 16 Dollar pro Glas. Das hält die Amis nicht davon ab, für die Grüne Fee in die Jazz-Stadt zu reisen: «Touristen kommen extra zu uns nach New Orleans, um sich den echten Absinth zu holen», freut sich David Vandervort, der Wirt des Old Absinthe House.

Die Destillerie Kübler & Wyss aus Môtiers NE hat gleich mit der Legalisierung des Absinths in den USA mit dem Export begonnen. Sie hat in einem Jahr 150 000 Flaschen nach Übersee verkauft – dreimal so viel wie die Brennerei in der Schweiz absetzt. «Die mythische Kraft macht den Absinth bei den Amerikanern so beliebt», begründet Brennereibesitzer Yves Kübler den Erfolg. Besonders begehrt sei die Grüne Fee auch in den Städten New York, Las Vegas und Los Angeles. 1912 war der Absinth in den USA verboten worden. Jetzt erstrahlter in neuem Glanz.

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